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Bon Jovi – Whole Lot Of Leavin‘

Das muss man erst einmal nachmachen: Engagement für eine Menschenrechtsorganisation, für ein Projekt, damit mittellose Familien ein eigenes Zuhause bekommen, eine Million US-Dollar für Hurrikane-Opfer abzwacken und mit der eigenen Band ein weiteres Milliönchen, um kleine Start-Up-Firmen ans Laufen zu bringen. Daneben hören sich die Unterstützung der Special Olympics, des Roten Kreuzes und einer Aids-Hilfsorganisation beinahe wie Peanuts an.

Nicht zu vergessen, dass Jon Bon Jovi und seine Band immer wieder den demokratischen Präsidentschaftskandidaten in den USA unterstützen – weil die sich, so Bon Jovi sinngemäß, viel mehr für die kleinen Leute einsetzen als Donald Trump und Co. Bruce Springsteen lässt grüßen. Und so ganz nebenbei: Der Boss und Bon Jovi stammen nicht nur beide aus dem US-Bundesstaat New Jersey, sondern sie nehmen es mit sozialer Verantwortung mehr als Ernst. Angewandte Nächstenliebe, könnte man mit christlicher Brille formulieren. – Nachdem Bon Jovi im letzten Album eher persönliche Themen anschnitten, soll es im nächsten Album bewusst um soziale Themen gehen. Und das kommt im nächsten Jahr – passend zu den nächsten Präsidentenwahlen in Ami-Land. Bis dahin aber schauen wir gut zehn Jahre zurück: Whole Lot Of Leavin‘.

„Es ist ziemlich kalt für Spätseptember. Der Herbstwind kriecht herein.
Die Sommersonne hat gepackt und ist längst gegangen.
Ich wette, es ist warm in Kalifornien, denke, es ist Zeit aufzubrechen.
Ich könnte die Band der Zigeuner zusammenrufen!
Wir machen uns auf die Suche nach unserem Topf voll Gold.
Ich schließ meine Augen und stelle mir deine Hand in meiner vor.
Ich höre noch immer deine Stimme. Es nimmt mich mit zurück in diese Zeit.
Wo könnte ich einen Grund finden stark zu sein?
Es scheint, als wäre es erst neulich gewesen, der große Abschied geht weiter!“

Der Song spiegelt das Ende einer Beziehung wider. Im Kopf hatte Jon Bon Jovi allerdings seine Streitigkeiten mit Gitarrist Richie Sambora. Richie ging damals durch eine schwere Zeit: Tod des Vaters nach langem Kampf gegen den Krebs, Scheidung nach zehn Jahren Ehe, ein zermürbender Sorgerechtsstreit und das Versumpfen im Alkohol, so Jon Bon Jovi im Interview.

Wenn ein Mensch in Not ist oder Probleme hat, möglichst für ihn da sein und helfen – das gehört zur Lebenseinstellung von Jon Bon Jovi. Wo er die eigene Kraft dafür hernimmt, ahnen wir spätestens seit „Livin‘ On A Prayer“. Aber das ist eine andere Geschichte. Bon Jovi und „Whole Lot A Leavin‘“.

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