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Cocker, Joe – With A Little Help From My Friends

Manche Musikkarrieren ähneln den Abenteuerromanen von Jack London: Vom Tellerwäscher zum Multimillionär. Ein Beispiel ist der ehemalige Lastwagenfahrer Elvis Presley. Ein anderes Joe Cocker. Mit 16 hatte der die Schule geschmissen, arbeitete dann drei Jahre als Installateur. 1963 gründete er seine erste Band. Seinen eigentlichen Vornamen “John” änderte er zu diesem Zweck in “Joe” ab. Erste Erfolge erzielte Cocker bereits 1964 mit der Lennon / McCartney Nummer “I´ll Cry Instead”. Als Cocker 1969 in den USA in der Ed Sullivan-TV-Show auftrat, hagelte es Angebote. Darunter auch die Auftritte beim legendären Fillmore-East-Festival und in Woodstock. Dort erschien Cocker stark angetrunken auf der Bühne, ruderte wild mit den Armen und sang sich die Seele aus dem Leib. Und wieder war es eine Lennon / McCartney Nummer, die Cocker den Weg in die Hall of Fame öffnete: With A Little Help From My Friends. Im Song heißt es:

Was würdest du tun, wenn ich falsche Töne sänge? Würdest du aufstehen und weggehen?
Leihe mir dein Ohr, und ich singe dir ein Lied; ich versuche, sauber zu singen.
Was tue ich, wenn meine Liebe zerbricht? Macht es dich fertig allein zu sein?
Was mache ich, wenn der Tag zu ende geht? Bist du traurig, weil du auf dich alleingestellt bist?
Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Ich bin sicher, das passiert immer wieder.
Was siehst du, wenn du das Licht ausmachst? Ich kann es nicht sagen, aber ich weiß, es gehört zu mir.
Mit der Hilfe meiner Freunde kann ich es schaffen.

Kaum ein anderer Sänger hat diese Hymne an das Vertrauen in Freunde so ausdrucksstark interpretiert wie die Bluesröhre Cocker. Vielleicht deshalb, weil auch Cocker ein Gespür dafür hat, dass man ziemlich schnell down und out sein kann. Nicht nur im Show-Business, sondern vor allem im richtigen Leben. Vielleicht ist deshalb die Religion vor allem für die, die von ihren Freunden enttäuscht wurden, der letzte Halt. Nach christlichen Vorstellungen kann man auf Gott mehr vertrauen als auf einen menschlichen Freund. Umso schöner, wenn man die Freunde trotzdem hat. Joe Cocker und “With A Little Help From My Friends”.

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