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Green Day – Boulevard of a Broken Dream

52. Grammy-Verleihung in der letzten Woche, Auszeichnungen für Beyoncé und Lady Gaga – na ja! Dass Prince Michael II und Paris, die ältesten Jackson-Kinder, Papa Michael huldigten – geschenkt. Der Grammy für Michael Jacksons Lebenswerk geht in Ordnung. Jubel auch bei den Rockfans: Altmeister Alice Cooper hatte sich aus dem Weltall – spricht: aus der Saturn-Werbung – für ein paar Minuten zur Erde gebeamt. Zu Ehren der Jungs von Green Day. Denn denen überreichte der einstige Gruselrocker einen Grammy für das beste Rockalbum des Jahres. Das ist doch was!

Ob die Freude so groß war wie vor fünf Jahren? Wer weiß. Damals bekamen Green Day auch einen Grammy – völlig überraschend. Damals war Frontmann Billie Joe Armstrong eine eigenwillige Koalition eingegangen. Und zwar – Achtung! – mit dem damaligen Papst Johannes Paul II. Beide wetterten gegen den Irakkrieg, gegen us-Präsident George W. Bush. Billie stänkerte: „Ich habe nichts gegen Konservative – nur gegen Leute, die nicht denken und nicht bereit sind, noch irgendwelche Informa-tionen aufzunehmen“. Bilder aus dem Irakkrieg hatte Billie gesehen. Und sich de-monstrativ der Haltung des Papstes angeschlossen: Krieg sei ganz einfach kein sinnvolles Mittel, um Konflikte zu lösen. „American Idiot“ nannte die Band kämpferi-sche ihre CD. Mit dabei die Hitsingle: „Boulevard of Broken Dreams“.

„Ich gehe diese leere Straße entlang auf dem Boulevard der zerbrochenen Träume,
wo die Stadt schläft und ich der Einzige bin. Und ich gehe allein.
Ich gehe diese Linie entlang, die mich abtrennt irgendwo in meinem Verstand,
(gehe) an der Grenzlinie des Abgrundes entlang, wo ich allein gehe.
Manchmal wünsche ich mir, irgendjemand da draußen findet mich.
Aber bis dahin gehe ich allein.“

Ganz so einsam, wie die Band sich in diesem Song gibt, war sie nie. Denn Millionen von Amerikanern solidarisierten sich mit der grundsätzlichen Anti-Kriegs-Botschaft. Frei nach dem biblischen Grundsatz: Du sollst nicht töten! Eine Botschaft, die sich auch heute manch ein Politiker noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Als eine Art kleine Erinnerung: Green Day und „Boulevard of Broken Dreams“.

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