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AC/DC – High Voltage

Ist das nun cleveres Marketing oder „alles nur Zufall“? Ende Februar jährte sich mit großer Medienbeachtung der 40. Todestag von Rockröhre Bon Scott; danach hieß es: Phil Rudd oder Chris Slade – wer ist denn nun der aktuelle Schlagzeuger bei AC/DC? Und dann „verplauderte sich“ der Ex-Twisted Sister-Frontmann Dee Snider in einem Interview: Also Brian Johnson – der sei Dank elektronischer Hörhilfe auf jeden Fall wieder dabei! Habe er zumindest munkeln hören. – Wie auch immer: Die Gerüchte um ein neues AC/DC-Album

im Frühjahr und eine neue Tour wurden stetig lauter. Bis Corona auf die Bremse trat. So wie Ex-Beatle John Lennon schon vor vielen, vielen Jahre sagte: Der Mensch plant… und dann kommt das Leben!

Bis dahin ein Rückblick in die Anfangstage der Band: 1975 erschien in Australien deren erster Longplayer „High Voltage“. Der Titelsong schaffte es in Down Under gar nicht auf die LP! Aber als Standalone-Single erreichte er dort einen starken 6. Platz in den Charts. Und er heizte die Nachfrage nach dem Album an. Neben dem damals ungewohnten Sound war wohl auch der ehrliche Text wesentlicher Grund dafür:

„Na, du fragst mich nach der Kleidung, die ich trage.
Und du fragst mich, warum ich meine Haare wachsen lasse,
fragst mich, warum ich in einer Band bin. Ich baggere an One Night Stands!
Du willst sehen, wie ich mein Ding mache? Du fragst mich, warum ich gerne tanze,
warum ich gerne singe und spiele. Und du fragst mich, worum es mir geht.
Komm, lass mich dich hoch schreien hören: Ich sagte Hochspannungs-Rock’n’Roll!“

Fast ist es ein wenig ernüchternd: Mit dem Rock & Roll ist es wie mit allen Dingen im Leben: Jeder will ein möglichst großes Stück vom Kuchen abbekommen. Daran teilnehmen, was man für das Erstrebenswerteste im Leben hält. In Texten von Rocksongs sind das oft „Wein, Weib und Gesang“, wie auch AC/DC tatsächlich in „High Voltage“ singen. Das, was elektrisiert, was herausfordert, was vom Hocker reißt. Was dem Leben einen Kick gibt. Ausgerechnet das, was mich an meine Grenzen führt, hat oft die höchste Anziehungskraft. So wie Extremklettern oder Parcourslaufen. Und es gibt tatsächlich Menschen, die behaupten: Das, was sie am meisten anzieht, finden sie nicht in dieser Welt. Sondern in einer anderen geistigen Dimension: bei Gott. Auch in einer engen Beziehung zu Gott gebe es eine besondere Form von Hochspannung. Wenn auch anders als bei AC/DC. Aber auch: High Voltage!

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