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Black Sabbath – War Pigs

„Generäle versammelt in Menschenmassen etwa wie Hexen bei schwarzen Messen,
böse Gedanken, die Zerstörung planen. Zauberer sind dabei, Morde zu begehen.
In den Feldern brennen die Körper, wenn sich die Kriegsmaschine zurückzieht.
Tod und Hass für die Menschheit.
Sie vergiften den Verstand, der einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Oh Gott!
Politiker verstecken sich. Sie haben den Krieg ja nur begonnen.
Warum sollten sie rausgehen und kämpfen? Diese Rolle überlassen sie den Armen.“

Nicht mehr lange, dann wird dieser Song tatsächlich 50 Jahre alt. 1970 schrieb Black Sabbath- Bassist Geezer Butler den Text zu „War Pigs“. Ein Text voller Wut gegen Kriegstreiber, gegen Menschen, die aus militärischen Auseinandersetzungen ihren Profit ziehen. Damals hatten Black Sabbath den Vietnamkrieg vor Augen. Jahre später erklärte Butler: „England war kurz davor, in den Krieg mit hineingezogen zu werden, es gab Demonstrationen auf den Straßen, der Widerstand gegen den Vietnamkrieg war allgegenwärtig.“ – Was fast schon nach purer Verzweiflung klingt, erfährt im weiteren Verlauf des Songs eine dramatische Kehrtwende. Wenn nämlich Sabbath-Shouter Ozzy Osbourne in die Zukunft schaut:

„Die Zeit wird es ihrem mächtigen Verstand zeigen.
Die bekämpfen sich nur zum Spaß, behandeln Menschen wie Bauern beim Schach!
Warte, bis der Tag des Jüngsten Gerichts kommt. Wenn Gott ruft,
kriechen die Kriegsschweine auf ihren Knien und betteln um Gnade für ihre Sünden.
Und Satan breitet lächelnd seine Flügel aus!“

Seit Jahrzehnten hängt den Männern von Black Sabbath der Ruf an, satanistische Texte zu schreiben. War Pigs macht deutlich: Das Gegenteil ist der Fall. Der Tag des Jüngsten Gerichts, an dem jeder Mensch von Gott Gerechtigkeit erfährt, ist wesentliches christliches Gedankengut. Und dass die, die ihre Schuld nicht bereuen, bildlich gesprochen „in der Hölle schmoren werden“, auch. Die, über die Geezer Butler im Interview sagt: „Krieg ist der wahre Satanismus. Politiker sind die wahren Satanisten. Das war, was ich sagen wollte!“


Vielleicht muss man heute, fast 50 Jahre später, diesen Song wieder viel öfter spielen. Und damit den Kriegstreibern der Gegenwart klar die rote Karte zeigen. Denn niemand hat das Recht, Menschenleben für politische Zwecke zu opfern. Vor 50 Jahren nicht, heute nicht und auch nicht in Zukunft. Black Sabbath und „War Pigs“.

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