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Osbourne, Ozzy – Dreamer

Er war eines von sechs Kindern, verließ schon mit 15 die Schule und schlug sich als Hilfsarbeiter durch: John Michael Osbourne, schon seit Schülerzeiten genannt „Ozzy“. Er jobbte als Hilfsarbeiter, Klempner, Schlachter, Maler und schließlich als Gehilfe bei einem Bestatter. Da die Kohle immer knapp war, versuchte er sich als Einbrecher und Dieb. Prompt landete Ozzy im Knast. Zwar nur für sechs Wochen, aber dafür kam er mit etwas Bleibendem zurück: Mit Nadel und Graphit hatte er sich seinen Spitznamen „Ozzy“ über die Finger tätowiert. Danach ging alles ganz schnell: Kometenhafter Aufstieg als Sänger von Black Sabbath, angeblich satanische Texte, Drogensucht und zuletzt die Rolle als Oberproll in der MTV-Reality-Show „The Osbournes“. – Fast 62 ist der selbsternannte „Fürst der Finsternis“ mittlerweile – und alles andere als leise. Sein aktueller Longplayer Scream ist ein unglaubliches Brett. Eines, in dem er gleich in mehrfach Namen „Jesus“ zitiert. Nicht zum ersten Mal. Denn schon in seiner 2001er Hymne Dreamer heißt es:

Deine höhere Macht mag Gott oder Jesus Christus heißen – das interessiert mich nicht wirklich. Aber ohne gegenseitige Hilfe gibt es keine Hoffnung für uns.
Ich lebe in einer Welt voller Fantasie!

Wer Gotteslästerliches in diesem Song hört, irrt. Ozzy sagt eben nicht, dass ihm Gott egal ist. Egal ist Ozzy nur, welche Namen man Gott gibt. Gleichzeitig hat Ozzy aber sogar ein Stück Jenseitshoffnung in seinem Song, wenn er singt:

Ich beobachte, wie die Sonne untergeht, so wie jeder von uns auch.
Ich hoffe, dass der Sonnenuntergang einen Hinweis geben wird auf
Einen besseren Platz für die, die uns nachfolgen.

Er sei ein Träumer, der in Fantasien lebt, singt Ozzy eindringlich. Ein Träumer, der nach einem Weg sucht, sein Leben zu meistern. Kann sein, dass er diesen Weg längst gefunden hat. Denn im Juni 2007 meldete das Nachrichtenmagazin Focus, dass sich Ozzy Osbourne den wiedergeborenen Christen angeschlossen habe…

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