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Led Zeppelin – Good Times, Bad Times

Schlappe 1.800 Britische Pfund berappte die Plattenfirma für knappe 30 Stunden Studiomiete. Satte 3.5 Millionen Pfund spielten Led Zeppelin mit ihrem Erstling im Lauf der Jahre wieder ein. Dabei hatte der Schlagzeuger der Who, Keith Moon, noch orakelt, die Band würde abschmieren wie ein bleiernes Luftschiff: Lead Zeppelin*, orthographisch richtig geschrieben mit „ea“. Damit aber – O-Ton Produzent Peter Grant – „thick Americans“, also blöde Amerikaner,

den Namen nicht als „Leed Zeppelin“ aussprachen, strich man kurzerhand das A. Um die Sache rund zu machen, packte die Plattenfirma schön reißerisch die Zeichnung eines brennenden Zeppelin auf das Plattencover – eine Anspielung auf den Absturz des Zeppelin LZ 129 Hindenburg im Mai 1937 im US-amerikanischen Lakehurst. Damals war klar: Nie wieder würde ein Luftschiff dieser Größe abheben. Das tat nur das Luftschiff der etwas anderen Art: der „bleierne Zeppelin“ mit Maschinist John „Bonzo“ Bonham, Steuermann John Paul Jones, Heizer Jimmy Page und Kapitän Robert Plant. – Opener des selbstbetitelten ersten Albums ist der Song „Good Times, Bad Times“, eine seit dem späten Mittelalter gebräuchliche Gebets- und Segensformel bei kirchlichen Hochzeiten: in guten wie in schlechten Zeiten… Im Song liegt der Schwerpunkt eher auf den schlechten Zeiten.

„In den Tagen meiner Jugend wurde mir erzählt, was es heißt ein Mann zu sein.
Jetzt bin ich erwachsen, habe stets versucht, aus den Dingen das Beste zu machen.
Egal wie ich es auch anstelle: Es ist immer dieselbe Grütze.
Mit 16 habe ich mich in das süßeste Girl der Welt verliebt.
Es hat nur ein paar Tage gedauert, bis sie mich leid war.
Sie schwor, dass sie mich immer lieben würde, bis zum Ende.
Aber als ich ihr etwas ins Ohr flüsterte, verlor ich den nächsten Freund.
Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Weißt du, ich hatte meinen Anteil daran,
als meine Frau das Haus verließ wegen eines braunäugigen Mannes.“


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Botschaft des Songs: gute und schlechte Zeiten – beide gehören zum Leben. Wichtig ist, dass man in Krisen nie die Hoffnung verliert, sich nicht unterkriegen lässt, nicht aufgibt. Das Leben geht weiter – auch dann, wenn man sich manchmal nicht vorstellen kann, wie. Mit jemandem, der Halt gibt, Wege aus der Krise aufzeigt und dabei hilft, diese Wege zu gehen, kann man Nackenschläge überstehen. Gut also, wer einen nahestehenden Menschen hat. Oder wer sich durch den Glauben an Gott getragen weiß. Denn Gott verspricht: Am Ende… wird alles gut. Nach den schlechten Zeiten kommen eben auch wieder gute. Led Zeppelin und „Good Times, Bad Times“.

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