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Cooper, Alice – Hey Stoopid

Der Sänger in Zwangsjacke, Hinrichtungen durch Galgen, Guillotine oder den elektrischen Stuhl, Würgeschlangen und jede Menge Blut – seit rund 50 Jahren zählt die Bühnenshow von Alice Cooper zum Spektakulärsten, was der Hard Rock zu bieten hat. Und selbst Ozzy Osbourne, Lordi und Marylin Manson geben an, von Alice’s Bühnenshow beeindruckt zu sein. – Zur Show kommt hinzu: Die Songtexte sind meistens ziemlich provokant.

Auch deshalb, weil sie oft die dunkle Seite des menschlichen Daseins beschreiben… und damit die Realität. Schönes Beispiel: „Hey Stoopid“, eine Single von 1991.

„Hey Bruder, mach mal halblang. Du lebst nicht in einem Video.
Du fliegst tief mit einer zu hohen Geschwindigkeit. Kein Zweifel, du stresst dich.
Darum geht es im Rock’ n’ Roll nicht. Raus aus der Einbahnstraße der Einsamkeit!
Jetzt weiß ich, wie du rumgestoßen wirst. Du bist nicht allein in dieser üblen Stadt.
Du steckst eine Spritze in deinen Arm. Du beißt ins Graß, du gibst den Löffel ab!“

Eine ähnliche Ansage gibt’s im Song auch für Frauen:

„Komm schon, Mädchen, es ist ein besserer Tag. Nimm den Fuß aus diesem Grab.
Lass dir nicht von dieser Liebe deine Welt zerreißen. Komm, kick das Zeug weg.
Zeig es der Straße! Es ist nicht so schwer.
Nimm davon Abstand mit verkrüppeltem, gebrochenem Herzen herumzuhängen.
Jetzt weiß ich, dass man dich zur Weißglut bringt. Halt dir keine Knarre an den Kopf.
Manchmal kommen Antworten wie gerufen.“

Im Refrain heißt es dann folgerichtig:

„Hey, Blödmann! Was versuchst du zu tun? Sie gewinnen, aber du verlierst!“

Was die wenigsten wissen: Der Schockrocker ist ein frommer Mann, geht, wann immer er es schafft, in die Kirche, trägt sogar die Ehrendoktorwürde einer katholischen Universität. Sein Pfarrer bestätigt: Alice Cooper zeigt auf der Bühne das Grauen, das Böse in der Welt. Aber am Ende siegt bei seinen Bühnenshows immer das Gute. Damit auch die, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, wissen: Sie sind nicht allein. Auch sie können es schaffen. Denn mit Gottes Hilfe ist das Elend, das Böse überwindbar, besiegbar. Für jeden, der sich bemüht! Ein bisschen von diesem Sieg nimmt er in seinen Bühnenshows vorweg. Alice Cooper und „Hey, Stoopid“.

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