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Whitesnake – Saints An’ Sinners

Als David Coverdale 1973 bei Deep Purple den legendären Shouter Ian Gillian ersetzen soll, reiben sich die Fans verstört die Augen. David who? Da soll tatsächlich jemand Nachfolger eines der besten Rocksängers aller Zeiten werden, der noch nie in einer Profiband gesungen hat? Wird er aber, und das mit Bravour. Die LPs Burn, Stormbringer und Come Taste The Band, dazu noch die Liveaufnahmen bei Made in Europe – vielleicht nicht die beste Zeit von Deep Purple. Aber an David Coverdale liegt es nicht, dass die Band danach am Ende ist. Doch Coverdale hat Blut geleckt, nimmt zwei Solo-LPs auf und formiert dann eine Band, die er nach seinem ersten Soloalbum benennt: Whitesnake. Von LP zu LP wird die Gruppe besser und erfolgreicher. Einer der Höhepunkte: eine unerwartete Geschichte über Sünder und Heilige, Saint an’ Sinners. „Sei bereit für den Tag des jüngsten Gerichts und den letzten Vorhang, der fällt. Lüge nicht, wenn du deine Aussage machst. Der gute Gott weiß eh alles über dich! Und weiter heißt es: „Als Moses an der Küste des Roten Meers stand, sagte er: Klopfe erst gar nicht an die Himmelstür, wenn du nichts anderes getan hast, als dir ein schönes Leben zu machen.“ Markige Worte, die direkt aus der Bibel stammen könnten. Worte, die erst einmal Angst einjagen. Aber zum Glück kommt zumindest zwischen den Zeilen so etwas wie Hoffnung durch: Hoffnung, dass Gott denjenigen vergibt, die ihre Fehler bereuen. Und jedem Menschen nicht mehr auferlegt, als er auch ertragen kann. Deshalb ist im Himmelreich vielleicht wirklich Platz für jeden: für Priester und Diebe, für Heilige und für Sünder. Aus dem Jahr 1981, David Coverdale und Whitesnake mit Saint an’ Sinners.

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