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Rag’n’Bone Man – Human

Die Mama Sängerin, Papa Gitarrist, beide echte Blues-Fans. Kein Wunder, dass der Rag’n’Bone Man schon früh dem Virus Musik verfällt. Schlappe 15 Jahre alt ist Rory Graham, so sein bürgerlicher Name, als er als MC des „Rum Committee“ auf der Bühne steht. Zwar HipHop und kein Blues – aber immerhin! Und weil ein richtiger Beruf

nicht schaden kann, arbeitet Rory als Krankenpfleger in einer Behinderteneinrichtung. Zwischendurch aber strickt er an seiner Musikerkarriere. Als Papa ihn ermuntert, im lokalen Pub ein paar Bluessongs zu singen, geht alles ganz schnell: Das Publikum ist begeistert, die erste EP folgt… und danach gibt es kein Halten mehr. Trotz oder vielleicht auch wegen des etwas abenteuerlich klingenden Künstlernamens: Der stammt von der vielleicht besten britischen Sitcom der 1960er und 1970er Jahre. Die handelt von zwei Altwarenhändlern. Und liefern Rorys Künstlernamen: „Lumpensammler“, auf Englisch Rag’n’Bone Man. „Human“, die erste Single aus dem bevorstehen Album, handelt von menschlichen Schwächen.

„Kann sein, dass ich dumm bin, kann auch sein, dass ich blind bin,
wenn ich denke, ich hätte den Durchblick und könnte hinter die Kulissen sehen.
Aber ich bin nun mal nur ein Mensch, einfach nur ein Mensch. Wirf mir nichts vor!
Wirf mal einen Blick in den Spiegel. Was siehst du da?
Siehst du es besser oder täuschst du dich in dem, was du glaubst?“

Menschen sind nun mal nicht perfekt, Menschen machen Fehler. Dazu gehört auch, sich selbst zu überschätzen. Zu glauben, den Stein der Weise gefunden zu haben, alles zu wissen. Eine völlig falsche Vorstellung, singt der Rag’n’Bone Man:

„Manche Leute haben wirkliche Probleme, manche Leute haben kein Glück.
Manche Leute denken, ich könnte Ihre Probleme lösen. Gott, der Himmel ist da oben!
Ich mache Fehler. Ich bin nur ein Mensch, das ist alles. Wirf mir das nicht vor.
Ich bin kein Prophet oder Messias. Die gibt’s ‘ne Etage höher!“

Menschen sind begrenzt, können nicht alles. Seine Grenzen zu kennen, sie zu akzeptieren und sich selbst mit seinen Schwächen anzunehmen – für ein glückliches Leben ist das ganz wichtig. Denn man versteht nicht alles, was es gibt. Und es gibt mehr, als man versteht. Vielleicht verweist der Rag’n’Bone Man deshalb in seinem Song auf Gott und den Messias. Weil es eben doch mehr gibt, als wir beweisen und verstehen können. Aber keine Sorge: Genau das ist menschlich. Human!

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