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Ezra, George – Blame It On Me

Zwei EPs hatte er veröffentlicht – und die waren nicht besonders erfolgreich. Dann verpasste er im schwedischen Malmö einen Zug, musste einen Termin absagen und direkt nach Barcelona fahren. Ohne über Budapest zu reisen. Das aber war bereits genug Stoff für den nächsten Song. Und „Budapest“ katapultierte George Ezra in die Charts. Im letzten Sommer veröffentlichte der fast 22jährige sein erstes komplettes Album… und hat schon wieder eine Hit-Single am Start. In „Blame It On Me“ geht es um Schuld – und vor allem: was man daraus macht.

„Der Garten war gesegnet von deinen und meinen Göttern,

wir zogen nach Westen, um für uns etwas Wahrheit zu finden,
Wir haben all unsere Gründe aufgezählt und all unsere Ausreden,
wir haben für uns selbst Schätze gefunden und sie wieder weggeworfen.
Wenn ich allein tanze und die blutrote Sonne untergeht,
wenn ich die Kontrolle verliere und Dinge verschleiere: Gib mir die Schuld!“

Die poetische Sprache dieser Zeilen tritt in einen harten Gegensatz zu der sich immer wieder wiederholenden Aufforderung:

„Worauf wartest du? Gib mir die Schuld? Worauf wartest du noch?“

Im Interview erläutert George: Seinen Song habe er bereits 2011 geschrieben. Damals sei er von seiner Heimatstadt Hertford nach Bristol gezogen, um am British and Irish Modern Music Institute zu studieren. Und in dieser Zeit habe er begriffen, dass er Fehler nicht immer bei anderen suchen könne, sondern bei sich selbst anfangen müsse. Ein Satz, der an ein schönes Bild aus der Bibel erinnert. Denn das fordert auf, nicht den Splitter im Auge des anderen zu sehen, sondern den Balken im eigenen. Oder mit anderen Worten: bei sich selbst und seinen eigenen Fehlern anzufangen. Übrigens: nicht, um anschließend vor Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit zu zerfließen. Sondern um dieselben Fehler möglichst nicht zu wiederholen.
Um welche Fehler es sich bei George Ezra gehandelt haben mag, verrät der Song nicht. Das aber deutet an, dass es wohl auch George eher darum geht, wie man seine Zukunft besser gestaltet. Hier ist er mit seiner symbolisch-ernsthaften Aufforderung: Gib mir die Schuld – Blame It On Me: George Ezra.

 

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