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Stone Sour – Through Glass

Wer wütend ist, sollte sich ein Ventil suchen. Stone Sour-Frontmann Corey Taylor hat 2004 ein solches Ventil gefunden. Er war mit seiner Band Slipknot auf Europatour und hatte sich in einem Fastfoodlokal eine Lebensmittelvergiftung eingefangen. Wochenlang war er ans Hotelbett gefesselt und zu schwach,

um das laufende Musikfernsehen auszuschalten. Er wurde bombadiert mit gutaussehenden Boybands und Highfashion-Künstlern. Seine Erkenntnis: Es geht wohl nicht mehr um die Musik, sondern nur noch um die Optik. Zu allem Übel seiner Erkrankung, hat ihn diese Feststellung unfassbar wütend gemacht. Sein Ventil ist eine der erfolgreichsten Stone Sour-Songs geworden: Through Glass. Taylor textet:

“Wie viel ist real? So vieles ist in Frage zu stellen
Wie eine Epidemie der Mannequins, die kontaminieren, was einst alles war
Von dem wir dachten, dass es von Herzen kam,
doch das von Anfang an nicht tat.
Hör einfach auf die Geräusche.”

Wenn ich mich an die eigene Nase packe,

dann urteile ich viel zu oft nach der Optik. Lasse mich blenden, von Anzug und Co. Dabei sagen weder Kleidung noch Schminklevel irgendwas über eine Person aus. Und wenn wir bei Corey Taylors MTV-Trauma bleiben, dann haben Songwriter doch das Ziel mit Musik Botschaften unter die Menschen zu bringen. Gefühle auszudrücken oder zum Nachdenken anzuregen. Keiner sollte sich da vom Aussehen des Akteurs ablenken lassen.
Es gibt eine Bibelstelle, da heißt es: „Ehe … der Zank ausgebrochen ist, zieh dich zurück.“ Heißt, wenn du merkst, dass Wut in dir hochkocht, nimm Dir eine Auszeit. Ich finde, Corey Taylor hat diese Wutauszeit vorbildlich umgesetzt und das Ergebnis ist Seelenbalsam für jeden, der schlechte Laune hat.

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