Guns n´ Roses – Yesterdays
Ein Mann, den kaum jemand kennt, schreibt einen der nachdenklichsten Songs von Guns n‘ Roses. Sein Name: West Arkeen. Er wohnt Ende der 80er in Los Angeles, Tür an Tür mit Bassist Duff McKagan. Aus der Nachbarschaft wird Freundschaft, aus der Freundschaft werden Songs.
„Yesterdays“ erscheint 1991 auf „Use Your Illusion II“. Der Song klingt ganz anders als das, womit Guns n‘ Roses berühmt werden: kein Krawall, keine Wut. Nur Slashs leises Gitarrenspiel, Axls Piano – und diese eine Zeile, die hängen bleibt:
„Yesterday’s got nothin‘ for me“ – das Gestern hat nichts mehr für mich.
Es ist ein Song über das Loslassen. Über den Moment, in dem man aufhört, sich im Gestern zu vergraben – und anfängt, vorwärts zu gehen.
Slash schreibt später über West Arkeen, er sei der einzige Mensch gewesen, dem die Band in ihrer wildesten Zeit wirklich vertrauen konnte. 1997 stirbt Arkeen mit 36 Jahren an einer Überdosis. Danach klingt „Yesterdays“ noch einmal anders. Schwerer. Echter.
Manchmal singen wir Songs, ohne zu ahnen, wie tief sie wirklich gehen. Und manchmal sagt das Gestern doch etwas – nämlich: schau, wo du heute stehst.
Leise, aber unvergesslich.
Guns n´Roses – „Yesterdays“
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