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Lipa, Dua – We’re Good

Kate Winslet und Leonardo di Caprio als Hauptfiguren im Film „Titanic“ – der Stoff über den vermeintlich unsinkbaren Ozeanriesen ist mit diesem Film… noch lange nicht auserzählt. Das beweist Dua Lipa mit dem Video zu ihrem Song „We’re Good“. Im Mittelpunkt der Clip-Handlung: ein lebendiger Hummer. Und natürlich Dua Lipa selbst.

Dieser Song entstand am Ende der Produktion von Dua Lipas Album „Future Nostalgia“. Und er ist anders. Anders als

andere Dua Lipa-Songs. Sie wisse nicht einmal, was das denn überhaupt sei, so Dua Lipa im Interview. Pop mit ein bisschen Trap-Beat, vielleicht? Weil dieser Song so anders ist, entschied sich Dua Lipa, ihn nicht auf ihr Album zu packen. Dass wir den Song nun aber doch hören können, verdanken wir der „Moonlight Edition“ von „Future Nostalgia“. Aber selbst da zögerte Dua Lipa mit ihrem Go zur Veröffentlichung.

Zugegeben: Es fällt nicht ganz leicht, sich vom persönlichen Alltag aus in die Situation auf einen Ozeanriesen vor rund 100 Jahren hineinzuversetzen. Der Videoclip hilft dabei. Denn hier sieht man Dua Lipa und Musiker, die eine Legende befeuern: nämlich tapfer weiterzuspielen, während der Luxusdampfer längst dabei ist unterzugehen. Schließlich soll das äußerliche Vorgaukeln von Normalität das Ausbrechen von Panik verzögern, am besten sogar ganz verhindern. Der Untergang der Titanic – bei „We’re Good“ wird das zu einer Metapher für das Ende einer Liebesbeziehung.

„Ich denke, eigentlich ist es doch ganz einfach:
Wir haben alles gegeben, was wir konnten.
Es ist Zeit, dass ich durchs Fenster zum Abschied winke.
Lass uns das so beenden, wie wir beenden sollten, sagen: Wir trennen uns im Guten.“

Der Song ist eine Bitte, aus einer Beziehung freigelassen zu werden, die nicht mehr funktioniert. Eine einvernehmliche Trennung, im Guten, wie es so schön heißt, vor allem: ohne Rosenkrieg, ohne das buchstäbliche Zerschlagen von Geschirr. Genau darum geht es im Song. Dahinter steckt das Wissen: Eine Trennung im Streit,

verletzte Gefühle und Hass belasten. Und sie zerstören auch die Erinnerungen an gemeinsame schöne Stunden und Erlebnisse. Damit löschen sie auch ein Stück der eigenen Vergangenheit. Dann lieber den Blick von den schlechten Situationen weglenken, hin auf andere Dinge.
Deshalb spielt im Videoclip auch die Beziehungskiste nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt des Clips steht ein Hummer: Der Untergang der Titanic bewahrt ihn in letzter Sekunde vor dem Kochtopf. Weil das Schiff unter Wasser steht, kann er sogar wieder in die Freiheit schwimmen – eine Freiheit, die sich die Sängerin mit ihrem Song erhofft.
Vielleicht ist das genau auch die wichtigste Aussage des Songs: Auch wenn eine Lebenssituation schmerzlich ist, vielleicht sogar ausweglos erscheint – am Ende steht die Hoffnung, dass es trotz allem weitergeht. Auch aus dem größten Mist kann immer das größte Glücksgefühl werden. Ein Trost in schwierigen Zeiten und Situationen. Dua Lipa und „We‘re Good“.
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