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Max, Ava – Kings & Queens

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – mit diesen drei Stichworten lässt sich die Französische Revolution griffig zusammenfassen. Mit der Umwälzung der Gesellschaft ab 1789 begann auch der Kampf auch um die Gleichberechtigung von Frauen. Aber auf gleiche Stellung, Rechte und Bezahlung von Frauen warten wir noch heute. Bislang vergeblich. Kein Wunder, dass die fehlende Gleichberechtigung von Frauen auch immer wieder besungen wird.

Die walisische Sängerin Bonnie Tyler stellte 1986 in „If You Were A Woman (And I Were A Man) die Frage: Wie wäre unsere Welt, wenn Frauen das Sagen hätten? Mittlerweile formulieren Frauen die Frage nach der Gleichberechtigung schärfer. Aktuell zum Beispiel Ava Max in „Kings & Queens“. Dort heißt es im Refrain:

“Wenn alle Könige ihre Königinnen auf dem Thron sitzen hätten,
würden wir Champagner knallen lassen und die Gläser erheben.
An all die Königinnen, die alleine kämpfen: Ihr tanzt nicht allein!“

Mit anderen Worten: Eine Welt, in der Frauen das Sagen hätten, wäre eine bessere Welt. Damit Frauen aber zumindest m e h r Einfluss bekommen als derzeit, muss sich das Bild von der Frau in der Gesellschaft deutlich ändern. Ava Max formuliert das so:

“Oh, ich bin kein Fräulein in Not, du musst mich nicht retten.
Sobald ich anfange, Feuer zu atmen, kannst du mich nicht zähmen.
Und vielleicht denkst du, ich sei schwach, ohne ein Schwert.
Aber wenn ich eins hätte, dann wäre es größer als deins.“

Feuer atmen wie Drachen in der Sage? Ein Bild, das Angst und Schrecken verbreiten soll. Dazu passt auch die Textzeile,

in der Ava Max Männern mit der Enthauptung droht, wenn sie nicht spuren. Das alles klingt eher nach männlichem Machtgehabe. Und vielleicht ist das der größte Vorwurf, den man manchen emanzipatorischen Frauen machen kann: dass sie einfach nur Männer sein wollen statt selbst ein neues Frauenbild zu formulieren. So wie Bonnie Tyler einst sang: Was wäre, wenn Frauen und Männer die Rollen tauschen würden? Dass das mit dem neuen Frauenbild nicht einfach ist, zeigt auch „Kings & Queens“: Denn der Songentwurf änderte sich wieder und wieder, bis „Kings & Queens“ endlich fertig war. Und am Ende sogar in Teilen die Melodie des alten Bonnie Tyler-Songs verwendet. Fazit: Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frau ist auf dem Weg. Aber es bleibt noch eine Menge zu tun. Ava Max und „Kings & Queens“.

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