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Lloyd, Dennis – Anxious

Das nennt man mal Traumkarriere! Da lernt ein israelischer Schüler das Trompete- und Gitarrespielen, wechselt an eine Kunstschule und studiert Jazz, veröffentlicht einen ersten Song und geht dann für ein Jahr nach Thailand. Dort schreibt er rund 40 Songs, remixt einen davon – und erfährt durch Anrufe von Journalisten und Plattenlabel, dass sein Remix bei Spotify durch die Decke geht. „Nevermind“ heißt der Song,

Dennis Lloyd nennt sich der Künstler. Mittlerweile gibt es die zweite Single aus seinem Debütalbum. „Anxious“ heißt die. Und handelt von Ängsten, Depressionen und Einsamkeit.

„Glocken läuten, Mauern stürzen ein. Ich fühle mich immer ängstlich, Baby.
Tage und Nächte, an denen ich einfach nur nervös bin. Hilf mir!
Warum habe ich das Gefühl, alleine zu kämpfen?
Es passiert jeden zweiten Tag. Sobald ich morgens aufwache,
will ich packen und weglaufen.“

Immer ehrlich

Schon 2018 behauptete Dennis‘ Plattenfirma: Der Musiker verarbeitet immer wahre Emotionen oder gar echte Begebenheiten. So auch in „Anxious“. Tief sitzt in Dennis das Gefühl, damals, auf der Kunstschule, von seinen Kollegen verachtet worden zu sein. Wer interessiert sich während einer Jazzausbildung schon für Popmusik? Und in

Thailand überwältigten ihn Ängste. Ihm gehen so sehr die Nerven durch, dass er krank wird und im fremden Land festsitzt. Ohne Geld, sogar ohne Internetzugang. Dafür aber voller Einsamkeit. Und voller Ängste. Irgendwann schafft er es, aus dem Teufelskreis auszubrechen. „Ohne Internet – ich konnte keine aktuelle Musik hören, musste einfach mein eigenes Ding machen“, sagt Dennis später sinngemäß. Und schreibt, wie bereits gesagt, in dieser Zeit jede Menge neue Songs. Als er schließlich in Israel zurück ist, erfährt er, dass „Nevermind“ längst ein Hit ist.
Und dennoch gibt es einen erneuten Rückschlag: Angeblich passen seiner Plattenfirma seine neuen Stücke nicht in den Kram – eine massive Bremse für den jungen Künstler, den eine erneute Panikattacke gepackt haben soll. Eine Situation, aus der er mit eigener Kraft wieder herauskommt.
Märchen mit Botschaft

Eine schöne Geschichte, eine, die irgendwie nach modernem Märchen klingt. Die aber wie jedes Märchen auch eine passende Botschaft enthält: Mach dein Ding, guck nicht zu viel nach anderen. Und wenn du von anderen niedergemacht wirst, nutze deine schmerzhaften Erfahrungen: Zieh Kraft aus deinen Niederlagen. Umso größer wird am Ende dein Sieg sein.

Dass Ängste und Depressionen kein Grund sind, um sich zu verstecken, sondern ehrlich zu sich selbst und zu anderen zu sein – das ist die zweite Botschaft dieses „Märchens“. Und es gibt sogar noch eine dritte: Bitte jemanden, dem du vertrauen kannst, um seine Hilfe. „Hilf mir“, singt Dennis Lloyd in seinem Song. Gemeinsam lassen sich Ängste am ehesten besiegen. Dennis Lloyd und „Anxious“

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