Drücken Sie Enter, um das Ergebnis zu sehen oder Esc um abzubrechen.

Styles, Harry – Golden

37 Mal singt Harry Styles in seiner aktuellen Single das Word „Golden“. Das Wort schraubt sich auch in die letzten Gehirnwindungen. Und es macht so nebenbei klar, wie der Song heißt: natürlich auch „Golden“. Unwillkürlich denkt man

an goldene Zeiten. Zeiten, in denen die Sonne weitaus mehr schien als an diesen trüben Wintertagen; Zeiten, in denen man treffen konnte, wen man wollte; und Zeiten, in denen man reisen konnte, wohin man wollte. Die Coronakrise verstärkt Sehnsüchte – mit „Golden“ verhilft der frühere Sänger der Boygroup „One Direction“ zu einer kleinen Alltagsflucht. Die unterstreicht der zum Song gehörende Videoclip: Als Kulisse dient Italiens wunderschöne Amalfiküste. Hier joggt Harry, hier braust er in einem Alfa Romeo-Oldtimer durch die Gegend, hier singt er Fremden vor, hier springt er ins Meer. Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling – „Golden“ hat diese Leichtigkeit, die meisten von uns jetzt gerade vermissen.

„Golden, golden, golden, wenn ich meine Augen öffne.
Ich bleibe konzentriert, bleibe hoffend. Bring mich zurück zum Licht.
Ich weiß du warst viel zu strahlend für mich
Ich bin hoffnungslos, gebrochen, also wartest du auf mich im Himmel.
Ich bin außer mir und weiß, dass du Angst hast, weil Herzen gebrochen werden.
Ich möchte nicht alleine sein. Ich möchte nicht alleine sein, wenn es endet.“

„Golden“ ist ein Song über den Beginn einer Liebe. Obwohl man noch unter einer gescheiterten Beziehung leidet, gibt man doch der nächsten eine Chance – durchaus wissend, dass man sich schon wieder einem anderen Menschen gegenüber verletzlich zeigt. Ein möglicher Grund: Irgendwo in unserem Inneren gibt es das Wissen, dass am Ende alles gut wird. Dieses Wissen lässt

auch schwierige Situationen überstehen – auch dann, wenn zwischendurch einmal die Kraft nachlässt. Am Ende siegt die Hoffnung auf eine bessere Welt. Eine endgültig „heile Welt“ sehen die großen Religionen in einem Zustand, in dem alles Leid und alle Ungerechtigkeit aufgehoben sind. Paradies nennen sie das. Ein Leben, in dem Gottes Nähe alle Sorgen und Probleme aufhebt. Bis es soweit ist, ist jeder Einzelne aufgefordert, die Welt besser zu machen. Jeden Tag ein kleines bisschen. Und wenn es nur durch ein Lächeln ist, dass man seinen Nachbarn, Kollegen oder Freunden schenkt. Ein hoffnungsvoller Song kann dabei helfen – auch dabei, sich für ein paar Minuten aus der trüben Corona-Realität auszuklinken. Und gleichzeitig mantraartig zu wiederholen, dass die Zeiten gar nicht so schlecht sind, wie man manchmal meint. Sondern golden, golden, golden… Harry Styles und „Golden“.

Kommentare

Hinterlassen Sie ein Kommentar