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Gregory, Tom – Small Steps

Als 17jähriger bei einer Casting-Show wie Voice of Germany aufgrund von Nervosität zu scheitern – manch einer hätte da seinen „berühmt-berüchtigten Knacks für immer“ eingefangen. Bei Tom Gregory war das anders. Der scheiterte zwar im englischen Gegenstück zu „Voice of Germany“, verkroch sich aber nicht in das erst-beste Mauseloch. In aller Ruhe sortierte Tom sein Innenleben und konzentrierte sich auf seinen Schulabschluss. Anschließend probierte er sich als Schauspieler. In sechs Folgen der BBC-Serie „The A Word“ stand er vor der Kamera. So erfolgreich, dass er es danach auch wieder mit Musik probierte. Zwei Jahre tingelte er durch das UK, kam nach Deutschland, schrieb und veröffentlichte eigene Songs. Als er dann 2017

den Titel „Run For You“ herausbrachte, hatte er endlich den langersehnten Erfolg auch als Musiker. „Die Ochsentour“ nennen Musiker das lange Tingeln durch Clubs, bis man es endlich geschafft hat. Immer kleine Schritte machen, aber immer voran. – Von solchen kleinen Schritten handelt auch Toms Single „Small Steps“.

„In dieser ach-so-kalten Welt habe ich den Himmel gefunden.
Wenn es die Hölle regnet, werden die Menschen loslassen.
Und wenn du auf deine Knie gefallen bist, werde ich deine Blutungen stillen.
Keine Eile, meine Liebe, wir können das langsam angehen.
Falls du mit mir gehen willst, können wir kleine Schritte machen.
Durch diese chaotischen Straßen werden wir Hand in Hand gehen.
Ich gebe nicht auf, denn ich habe in einer kalten Welt den Himmel gefunden.“

Wunderschöne Pop-Poesie, die Tom da schreibt und singt. Wie viele Menschen stellt er fest: Unsere Zeit, unsere Gesellschaft ist geprägt von wachsender sozialer Kälte und persönlicher Vereinsamung. Das Leben erscheint oft chaotisch. Nichts, woran man sich orientieren kann; nichts, woran man sich festhalten kann. Bis man einen Menschen findet, der Hoffnung macht. Mit dem man glaubt, gemeinsam durch das Leben gehen zu können.

Denn Zweisamkeit macht stark, hilft, das Chaos des Alltags zu bewältigen. Und hinter sich zu lassen. Dass dabei der eine für den anderen da sein muss, der Stärkere dem Schwächeren helfen muss – das verpackt Tom in schöne Reime und Bilder. Und er weiß: Das, was man sich erträumt, kommt nicht mit einem Ruck. Sondern es kommt in kleinen Schritten. Zumindest solange man diese unbeirrt geht und nicht aufgibt.
Ein hoffnungsvoller Song für schwierige Zeiten: Tom Gregory und „Small Steps“.

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