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Ora, Rita – Let You Love Me

Im Kosovo geboren, wenige Monate später dann mit den Eltern nach London, als 14jährige bei einem Auftritt in einem Londoner Park entdeckt und mittlerweile Werbe-Ikone für die Sportartikelmarke mit den drei Streifen

– die Musikbranche schreibt immer noch die schönsten Geschichten. In diesem Fall heißt die Glückliche Rita Ora. Und die ist nicht nur als Schauspielerin bei „Shades Of Grey“ erfolgreich, sondern löste im Königreich sogar Kylie Minogue als Jurorin bei der Casting-Show „The Voice“ ab.

Eine Frau, die zielstrebig ihre Karriere verfolgt. Ganz so zielstrebig allerdings ist der Text ihrer Single „Let You Love Me“ nicht.

„Ich hätte letzte Nacht bei dir bleiben sollen, anstatt wegzurennen und
Problemen entgegen zu laufen. Immer nur Probleme…
Ich denke, ich renne manchmal weg, wenn ich mich zu verwundbar mache.
Das ist nicht deine Schuld. Ich möchte eigentlich die ganze Nacht bei dir bleiben.
Ich möchte bei dir liegen bis zum Sonnenaufgang. Ich möchte mich dir öffnen.
Oh, der Himmel weiß, wie müde ich von all dem bin.
Ich wünschte ich könnte dich mich lieben lassen. Sag, was ist nur los mit mir?“

Schon die Formulierungen machen klar: Sie würde gern – aber sie tut es nicht. Eine zutiefst menschliche Erfahrung, die der Song hier anspricht: sich auf der einen Seite wie magisch von jemandem angezogen fühlen, auf der anderen Seite aber Angst zu haben, sich auf diesen Menschen einzulassen. Eine innere Blockade, die man sich selbst nicht erklären kann, auch nicht in den Griff bekommt.


Der Mensch als bipolares Wesen, sagen Psychologen. Also als Wesen, dass immer vor Entscheidungen gestellt wird: Ja oder nein, sich öffnen oder schützen, auf jemanden bedingungslos zugehen oder sich lieber verschließen, sich entscheiden müssen zwischen Gut und Böse. Bei all dem gilt: Vorsicht ist wichtig. Aber allgemeine Angst ist ein schlechter Berater. Und deshalb sollte man tief in sich hineinhören, sich prüfen und am Ende seiner inneren Stimme nachgeben. Denn wer weiß: Vielleicht kommt diese Stimme ja nicht nur aus dem eigenen Inneren. Vielleicht kommt sie ja sogar „von oben“. Oder wie Rita Ora singt: „Der Himmel weiß…“ Und der kennt auch ihren Herzenswunsch: einem anderen Menschen gestatten, sie zu lieben. Rita Ora und „Let You Love Me“.

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