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Heinzmann, Stefanie – Build a House

Zu Stefan Raab kann man ja höchst unterschiedliche Meinungen haben. Aber ein paar geniale Ideen kann man ihm auf keinen Fall absprechen. Zum Beispiel als er 2007 Castingsshows auf den Arm nahm. Und kurzerhand als witzig formulierte Gegenoffensive zu „Deutschland sucht den Superstar“,

kurz DSDS, seine eigene Castingshow ins Rennen führte: Die hörte auf das herrlich alberne Kürzel SSDSDSSWEMUGABRTLAD. Ausgeschrieben klingt dieser Zungenbrecher da tatsächlich einfacher: „Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf!“ Ein einmaliger Gag, der längst vergessen wäre, wenn da seine damalige Gewinnerin nicht wäre: die damals bei uns völlig unbekannte Handelsschülerin aus dem Schweizer Kanton Wallis, Stefanie Heinzmann. „My Man Is A Mean Man“ sang sie als Finaltitel – Gold in Deutschland und Doppel-Platin in der Schweiz heimste sie dafür ein. Vier Alben hat sie insgesamt veröffentlicht – gut, wenn auch nicht mehr ganz so erfolgreich. Das könnte sich aber mit ihrer aktuellen Single ändern. „Build A House“ heißt die und handelt auf witzige Weise von… Beziehungsarbeit.

“Wir haben alle Geheimnisse, versuchen, sie im Keller versteckt verstauben zu lassen.
Wir verstecken unsere Schwachstellen, zeigen nur unsere guten Seiten.
Aber ich will das nicht. Es muss sich gut anfühlen.
Also lasst uns ein Haus bauen. Wir beginnen mit dem Fundament.
Wenn wir zusammenarbeiten, bekommen wir das hin und
können stolz sein, weil es im stärksten Sturm nicht zusammenbricht.
Lass uns Ziegelsteine aufeinanderschichten,
lass uns das Gewicht von unseren Schultern nehmen.
Ein Haus kann erschüttert werden. Aber ich will, dass du Liebe spürst.”

Eine schöne Vorstellung: Da bauen tatsächlich zwei an ihrem gemeinsamen Haus, also an ihrem gemeinsamen Leben. Stein auf Stein, Schritt für Schritt eben arbeiten sie an ihrer Beziehung, schaffen Nähe und Vertrauen. Und lernen füreinander einzustehen und mit den Schwächen des anderen umzugehen. Das Ergebnis:

All die Risse und Narben machen uns stärker. Und wenn heftig wehende Winde heranrollen, werden sie uns singen hören. Denn wir werden nicht zusammenbrechen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass der zum Song gehörige Videoclip den ganzen Hausbau amüsant illustriert. Stefanie Heinzmann und „Build A House“.

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