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Wier – Better Days

Alvaro Soler, Max Giesinger, Michael Schulte, Nico Santos, Glasperlenspiel, Rea Garvey, Stefanie Heinzmann und 20 weitere prominente Stimmen – diese Künstlerinnen und Künstler bilden das Musikprojekt „Wier“ Ein Kunstwort, das aus dem englischen „We“ und dem deutschen „Wir“ entstanden ist. Was zeigen soll: Es geht nicht um den einzelnen, nicht um das „Ich“, sondern eben um das „Wir“.

Best Of Us

Im vorletzten Sommer hatte sich „Wier“ zusammengeschlossen und mit „Best Of Us“ einen Mutmachsong veröffentlicht. Der appellierte an jeden von uns, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Frei nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Damit es nicht beim Appell an die Hörerinnen und Hörer blieb, spendeten die beteiligten Sängerinnen und Sänger alle Einnahmen: Eine Hälfte ging an die „Aktion Mensch“, die soziale Projekte für Menschen mit und ohne Behinderung fördert; über die andere Hälfte durfte sich das Projekt „Viva con Agua“ freuen: Das hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen einen Zugang zu sauberen Trinkwasser zu ermöglichen. Und das ist ja in weiten Teilen der Welt keine Selbstverständlichkeit.

Neue Scheibe: Better Days

Nachdem wir Corona zumindest für den Moment überstanden zu haben glauben, bestimmt der völkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine die Schlagzeilen. Ein Szenario, das die Künstlerinnen und Künstler von „Wier“ erneut auf den Plan rief. In „Better Days“ beschwören sie Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Im Song heißt es:

„Wenn die Lichter am Himmel heute Nacht einen Wunsch erfüllen könnten:
Ich sehe bessere Tage, bessere Tage, bessere Tage.
Wenn wir alle zusammenhalten können, weiß ich,
dass wir es richtig machen können.
Ich sehe bessere Tage, bessere Tage, bessere Tage.
Hellwach unter den Sternen weiß ich,
dass wir meilenweit voneinander entfernt sind
Aber ich trage dich in meinem Herzen!“
Hoffnung nicht aufgeben

Stefanie Heinzmann sagt im Interview: Für sie bedeute der Song, dass wir die Hoffnung nicht aufgeben dürfen. Sie glaube an ein Miteinander, sie glaube an das Gute. Dass ein Lied den Bombenhagel und auch den Beschuss ziviler Einrichtungen wie Krankenhäuser nicht verhindert, weiß auch die Schweizer Sängerin. Aber es gibt Kraft, das Leid durchzustehen, wenn man weiß, dass zumindest in Gedanken andere Menschen am eigenen Schicksal teilhaben. Oder wie es im Song heißt:

„Halte durch, wenn die Nacht kalt ist.
Du bist nicht allein!“

Sterne als Bindeglied – Himmel als Wohnort Gottes?

Der Blick in den Himmel, die Sterne, die wir, aber genauso auch die Menschen in der Ukraine Nacht für Nacht sehen können, bilden das Bindeglied über Tausende Kilometer hinweg. Der Blick in den Himmel offenbart aber auch eine symbolische Komponente: Bildhaft wird der Himmel immer als Sitz Gottes bezeichnet. Der aber gibt sich schon im Alten Testament dem Moses zu erkennen, indem er ihm sagt: „Ich bin der, der für dich da ist. Ich bin bei dir!“ Oder wie es im Song eben heißt: Du bist nicht allein! Darauf darf sich deine Hoffnung gründen.

Hoffnung auf Frieden

Und, ganz klar, diese Hoffnung heißt für die Menschen in der Ukraine vor allem, dass die Bedrohungen aufhören; dass wieder Frieden in ihren Alltag einkehrt. Dass das im Moment kaum vorstellbar zu sein scheint – damit geben sich die Sängerinnen und Sänger von „Wier“ nicht zufrieden. Sie singen:

„Könnten wir nicht alle ein Leben in Frieden führen?
Sei du die Veränderung, die wir sehen wollen.
Denke dir, dass es mehr ist als nur ein Traum.
Ich tue das! Ich werde damit jetzt nicht aufhören,
solange mein Herz schlägt. Ich beginne, fest daran zu glauben!“

„Better Days“ will also die Hoffnung am Leben halten, dass es wieder bessere Tage gibt. Ein wichtiges Zeichen für die Menschen in der Ukraine, aber auch ihre geflohenen Angehörigen, die das Grauen des Krieges

Alles tun, was dem Frieden dient

aus der Ferne miterleben und Ängste um ihre Lieben haben müssen. Gleichzeitig will der Song aber auch uns für die Schrecken des Krieges sensibilisieren und uns dazu auffordern, alles, was dem Frieden dient, zu unterstützen. Dabei tun die Sängerinnen und Sänger das, was sie eben als Künstlerinnen und Künstler tun können: Sie schaffen mit ihrer Musik einen Raum, der uns miteinander verbindet; ein Raum, in dem wir sein dürfen, fühlen können und unsere Emotionen zulassen können, so Stefanie Heinzmann. Ein Song, der die Gewissheit von gelebter Solidarität gibt: Du bist in deiner Not nicht allen! Ich bin bei dir!
„Wier“ und „Better Days“

Der bei Radio Salü gesendete Beitrag ist eine Kurzfassung dieses Textes

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