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Giesinger, Max – Irgendwo da draußen

Bei der Casting-Show „The Voice Of Germany“ startete Max Giesinger 2011 seine Karriere, ein paar Jahre später saß er quasi „auf der anderen Seite“: nämlich als Coach bei „The Voice Kids“ und als Juror und bei „The Masked Singer“. Was zeigt: Der Mann, der noch 2014 seinen ersten Longplayer mittels Crowdfunding finanzieren musste, gehört längst zu den gestandenen Größen im Showbiz. Allein im letzten Jahr hat Giesinger sechs Singles veröffentlicht. Die letzte im November: „Irgendwo da draußen“ – ein Lied, mit dem er Szenen aus seinem Leben in den Blick zu nehmen scheint.

„Große Pläne im Kinderzimmer und ein Poster von Kurt Cobain.
Ich weiß heute noch genau, wie ich da saß.
Unter Neonleuchten-Flimmern Fernweh auf der Fotowand.
Sie war die zweite große Liebe im IKEA-Kerzenschein.
Hab nicht gedacht, dass das mit ihr für immer bleibt.
Unser Bett war nur 1,40 m. Es wurde irgendwann zu klein.
Und mit der Zeit wurde aus Für immer ein Vielleicht“ .

Zwei, drei markante Zeilen halten die unterschiedlichen Szenen von Giesingers Lebensrückblick zusammen:

„Dass ich irgendwann hier wegmuss, war mir klar.
Es fühlt sich leichter an zu bleiben. Doch es wär besser jetzt zu geh’n.“

Aufgewachsen ist Max Giesinger in einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg, lebt aber seit Jahren im angesagten Hamburger

Schanzenviertel. Der hat es geschafft, könnte man sagen. Doch Giesinger sieht das ganz anders, überlegt aktuell, seinen begehrten Wohnort wieder zu verlassen. Die Gründe finden sich auch „Irgendwo da draußen“. Dort singt er:

„Gibt’s noch ein andres Leben, das ich hier jetzt grad verpass?
Würde alles einmal tauschen, alles, was ich hab.
Oder renn ich nur ’nem Schatten hinterher?“

In „Irgendwo da draußen“ wird Max Giesinger zu einem Suchenden. Auf der Suche nach einer Wirklichkeit, die ihn auf Dauer trägt. Oder wie Theologen sagen würden: auf der Suche nach dem Sinn im Leben. Wobei der Bezug zu Glaube und Religion enger ist, als man im ersten Moment vielleicht meint. Ein gutes Beispiel ist der Evangelische Kirchentag aus dem Jahr 2017: Nach dem Eröffnungsgottesdienst vor dem Brandenburger Tor begeisterte Max Giesinger Tausende von Kirchentagsbesuchern. Und erzeugte eine regelrechte Aufbruchsstimmung beim Kirchentagspublikum.

Diese Aufbruchsstimmung findet sich auch in „Irgendwo da draußen“: Nicht bei den Träumen der Kinderzimmerzeit stehenzubleiben, sondern die Komfortzone zu verlassen, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen – das ist die Botschaft des Noch-Hamburgers. Der sich übrigens auch ein Leben auf dem Land vorstellen kann, sollten sich eben genau da die besten Möglichkeiten anbieten, um Sinn in seinem Leben zu finden. Dass es bei der Suche nach sich selbst auch Rückschläge und Tiefpunkte gibt – das ist für den Musiker völlig normal. Denn auch Enttäuschungen gehören zum Leben.

Für den Hörer bleibt vor allem der Rat: Auch wenn es leichter ist, zu bleiben: Bricht aus deiner Komfortzone aus. Und: Prüfe sehr gut, ob du tatsächlich auf dem richtigen Weg zu mehr Sinn in deinem Leben bist. Oder ob du nur einem Schatten, einer Vorspiegelung nachjagst. Mit dieser Botschaft wird „Irgendwo da draußen“ zu einer Regel, die helfen könnte, gut durch das neue Jahr 2022 zu kommen. Max Giesinger und „Irgendwo da draußen“.

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