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Ridings, Freya – Castles

“Du bist gegangen, mein Liebling, du hast das Ziel erreicht
Du hast diese Eile und dann gehst du aus der Tür.
Du hast mich klein gehalten, ist es das, was du wolltest? Ich habe es nie gemerkt.
Du hast meine Hand in der Dunkelheit gehalten.
Es war mir egal! Es hat nur dafür gesorgt, dass ich dich noch mehr wollte.

Mein Gott, deine Liebe, sie scheint so harmlos! Das habe ich so nie bemerkt.
Und ich hasse, dass du denkst, ich sei zu schwach, weil ich dich nicht loslassen will.“

So beginnt der Song Castles von Freya Ridings. 25 Jahre alt ist die britische Singer-Songwriterin. Bekannt ist sie durch Konzerte mit Lewis Capaldi, den Tears For Fears und Tash Sultana. Mit ihrem Song „Lost Without You“ hatte sie vor knapp zwei Jahren ihren bisher größten Erfolg. Ohne jemanden verloren zu sein – davon handelt der aktuelle Song „Castles“ allerdings nicht. Eher vom Gegenteil. Hintergrund zum Song ist eine dauernde Auseinandersetzung mit Freyas Mutter. Die verbot ihrer Tochter in der Kindheit nämlich das Anschauen bestimmter Disney-Filme: Immer da, wo Prinzessinnen eine allzu heile Welt vorgaukelten, sagte die Mutter „njet!“ Denn diese heile Welt gibt es nicht. Wer sich aber in diesen Träumen verliert, der wird lebensunfähig, so wohl schlaue Frau Mama. Freya fand das alles andere als lustig. Aber der ständige Disney-Stress mit der Mutter machten sie härter und stärker. Im Song hört sich das so an:

“Ich werde Burgen bauen aus dem Schutt deiner Liebe.
Ich werde mehr sein als du jemals dachtest, das ich das wäre!“

Im Interview erklärt Freya sinngemäß, das Ganze habe Parallelen zum mythologischen „Phönix aus der Asche“: ein Feuervogel, der sich selbst verbrennt und aus der eigenen Asche immer wieder neu entsteht – verjüngt und gestärkt. Der Phönix steht dafür, sich durch Niederlagen nicht aus der Bahn werfen zu lassen, sondern daraus neue Kraft zu schöpfen. Wenn du ein Schloss brauchst, dann suche nicht nach einem Märchenprinzen! Bau es dir selbst, so Freya in Anspielung auf die Disney-Filme.

– Aus schlimmen Niederlagen am Ende siegreich hervorzugehen – aus gutem Grund ist der „Phönix aus der Asche“ auch ein Symbol für Jesus Christus: Der wurde nämlich als Verbrecher qualvoll hingerichtet, besiegte am Ende – so der christliche Glaube – aber den Tod. Und wurde so ganz nebenbei nicht nur zum Vorbild für Milliarden von Menschen. Sondern auch zu einer Art Burg, wo man in allen Lebenssituationen Zuflucht findet. Und Kraft zum Weitermachen. Ähnlich wie bei Freya Ridings und ihrem Song “Castles“.

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