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Birdy – Wings

Gerade jetzt im Frühjahr kann man es immer wieder erleben: Jungvögel, die ihren Schnabel weit aufsperren, um jeden Happen der Fütterung durch die Eltern mitzube-kommen. Die Engländerin Jasmine van den Bogaerde soll schon als Baby ihren Schnabel ebenso weit aufgesperrt haben wie hungrige Piepmätze. Deshalb verpassten ihr ihre Eltern den Spitznamen „Birdy“, Vögelchen. Unter diesem Namen ist die gerade 19jährige im Moment dabei, mit ihrer Musik die Welt zu erobern. Der bürgerliche Nachname deutet es an: Jasmine ist niederländisch-belgischer Abstammung. Aber geboren und aufgewachsen ist sie in England. Und gilt als musikalisches Wunderkind. Mit sieben lernt sie von ihrer Mutter, einer Konzertpianistin, das Klavierspielen, ein Jahr später schreibt sie bereits eigene Songs. Mit 12 gewinnt sie in England bei einem Talentwettbewerb kostenlose Studiozeit, mit 15 landet sie erstmals in den britischen Charts. Vor rund 2 ½ Jahren kommt Birdy ins Finale von „The Voice of Germany“. Ihre CD „Fire Within“ ist bereits der zweite große Erfolg. Einer der schönsten Songs daraus: „Wings“.

„Das Sonnenlicht kommt hereingekrochen, leuchtet auf unsere Haut.
Wir lassen den Tag vorübergehen, denken an die Dinge, die wir getan haben.
Das lässt mich nur an dich denken.
Ich bin im Ausland, meine Gedanken huschen vorüber, meine Worte verlassen mich.
Sie haben sich ein Flugzeug geschnappt. Denn ich dachte an dich.“

Im Song geht es um Menschen, die vorübergehend voneinander getrennt sind. Die Trennung ist mit einer tiefen Sehnsucht zueinander verbunden. Und einem Wunsch:

„Wenn diese Flügel fliegen könnten – aber diese verdammten Wände…
Ich möchte bei dir sein für den Rest unseres Lebens!“

Denkbar, dass Birdy ihre eigenen Gefühle beschreibt: die Einsamkeit der Popstars, die viel unterwegs sind, getrennt von Freunden, Familie und Lebenspartner. Denkbar, dass „Wings“ autobiographische Züge hat. Dann ist es konsequent, dass der Videoclip zum Song nicht weit von Birdys Elternhaus gedreht wurde und dass Birdys jüngere Schwester und ein paar Cousins in ihm auftreten. Dadurch wird der Song noch ein Stück authentischer, so als ob er sagen wolle: Manchmal ist es notwendig, einen Abstand, eine gewisse Distanz zu Dingen und vor allem Menschen zu haben. Dann erst stellt man fest, wie sehr man sie vermisst. Und wie sehr man sie liebt. Was dann noch fehlt, sind Flügel, die die Trennung überwinden. Zumindest kann man davon träumen. Birdy und „Wings“.

 

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