Drücken Sie Enter, um das Ergebnis zu sehen oder Esc um abzubrechen.

Gomez, Selena – Rare

Demi Lovato bereits als Jugendliche alkohol- und drogenabhängig, Miley Cyrus halbnackt an der Stange – der Blick auf Disney-Serien lässt schnell den Eindruck entstehen: Die meisten frühen Kinderstars können mit ihrem Ruhm später nicht umgehen. Fast schon eine Ausnahme scheint da Selena Gomez zu sein: 110 Folgen

flimmerte sie als Tochter der „Zauberer vom Waverly Place“ über die Bildschirme. Und dennoch scheint sie bodenständig geblieben zu sein. Eine deutsche Illustrierte nannte Selena „brav“ – wobei das schon klang wie „bieder“ und irgendwie fast ein bisschen nach „doof“. Selena wird’s egal sein, zumal sie mit ihrer Single „Rare“ nachdenklich und intelligent wirkt.

„Ich sah uns älter werden, wie Toast im Toaster verbrennen.
Meine Ambitionen waren zu hoch. Ich habe oben auf dich gewartet.
Warum tust du jetzt so, als wäre ich nicht da? Es fühlt sich an, als wäre es dir egal.
Ich bin immer für dich da. Du tust nicht dasselbe für mich. Das ist nicht fair.
Ich behaupte ja nicht, dass ich alles habe. Aber ich weiß, dass ich besonders bin.
Und ich denke, dass es da draußen jemanden gibt, der mir sagt, dass ich selten bin.
So dass ich mich auch als selten fühle.“

Gegenüber MTV sagte Selena, im Song gehe es um die unglaubliche Freiheit, sich selbst zu finden. Und dazu gehöre auch, sich notfalls von der Person zu entfernen, die ihre „seltenen Eigenschaften“ nicht schätzt. Oder wie man neudeutsch sagen würde: den zu verlassen, von dem man nicht wertgeschätzt wird. Dabei entspricht das im Songtext enthaltene Wort „selten“ dem, was die Bibel als „einzigartig“ bezeichnet: Nach biblischer Vorstellung ist jeder Mensch einzigartig. Er wird geliebt, weil er ist und wie er ist. Nicht wegen irgendwelcher „Heldentaten“.

Welchen Sinn Selena in ihrem Leben gefunden hat, zeigt sie in der aktuellen Rassismus-Diskussion in den USA:

Ihren Instagram-Account mit 179 Millionen Followern übergab sie an die afroamerikanische Aktivistin Ruby Bridges. Diese Frau gehörte 1960 zu den ersten schwarzen Mädchen, die eine Schule für Weiße besuchten durften. Eine Aktion, die Selenas Haltung unterstreicht: Jeder Mensch hat denselben Wert. Jeder Mensch hat daher dieselben Rechte. Oder wie es die Bibel sagen würde: Alle Menschen sind gleichermaßen Gottes Kinder. Dazu gehört, dass alle Menschen gleichermaßen wertschätzt werden – unabhängig von Religion, Geschlecht und natürlich Hautfarbe. Denn jeder Mensch ist etwas Besonderes. Einzigartig. Selten. Selena Gomez und „Rare“.

Kommentare

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Ich akzeptiere