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Evans, Nathan – Told You So

Manchmal laufen die Dinge mehr als merkwürdig: Da bemühen sich ein paar Jungs aus Schleswig-Holstein zehn Jahre lang darum, Seemannslieder im neuen Gewand zu präsentieren – und dann kommt ein ehemaliger Postbote daher und schafft in ein paar Wochen international mehr, als die Jungs von der Küste jemals geschafft haben. Santiano, so die einen, werden jedoch nicht böse sein, dass Nathan Evans, der andere, Seemannslieder so in den Focus gebracht hat.
540.000 Einheiten in Deutschland, Platin für „Wellerman“ und Glückwünsche an Nathan Evans. Sein Song ist der erfolgreichste Titel bei uns und in Großbritannien. Mittlerweile allerdings hat Nathan Evans einen neuen Song veröffentlicht.

Told You So

Dabei hatte er den Mut, die topaktuelle Shantiewelle zu verlassen. Gott-sei-Dank, sagen die einen. Hmm, nur ein ganz normaler Popsong, sagen die anderen. Ja, ein Popsong. Aber wieder ein Song mit einem interessanten Text. Denn mit „Told You So“ liefert Nathan Evans unbeabsichtigt den Soundtrack für die dramatischen Ereignisse der Gegenwart.

„Ich habe gesagt, eines Tages wird dich diese Welt zu Fall bringen.
Sie kann dich komplett verschlingen. Ich habe gesagt: Junge, eines Tages säufst du ab.
Ich will gar nicht sagen, dass ich dich gewarnt habe. So etwas hasse ich.
Aber ich habe versucht, es dir zu sagen, dich zu warnen. Nur du wolltest ja nicht loslassen.
Ich dachte: Dein Schiff geht unter! Um zur Küste schwimmen zu können, ist es zu weit.“

Besserwisserei

Ich habe es ja immer schon gesagt – wer diesen Spruch zu hören bekommt, hat den Kaffee schon auf. Höchststrafe! Erst recht, wenn er gerade mit großen Problemen kämpft. So wie die Menschen in den Unwettergebieten. Alles verloren, buchstäblich vor dem Nichts. Und dann meinen Schlauberger,

die alten Römer hätten ihre Häuser gezielt höher am Hang gebaut. Nein danke, Besserwisserei braucht niemand. Und jetzt erst recht nicht. Über dieses „Ich habe es ja schon immer gesagt“ hinaus singt Nathan Evans:

„Nimm meine Hand und ich bringe dich zurück an Land.
Denn ich will dich hier nicht alleine lassen.“

Göttliches Versprechen

Ich bin für dich da – mit diesem Namen stellt sich der Gott Israels dem Mose vor. Ich bin für dich da – ein göttliches Versprechen. Vielleicht das größte Versprechen, das man jemandem geben kann. Gut, wenn es auch Menschen gibt, die sagen: Ich helfe dir. Ich bin für dich da.
Dementsprechend dankbar und überwältig äußern sich in diesen Tagen die Menschen in den Unwettergebieten über die Hilfe, die sie erfahren. Freunde, Verwandte und wildfremde Menschen sind einfach da, packen an. Damit es nicht beim Besserwissen bleibt. Sondern damit das Leben weitergeht. So, wie es Nathan Evans auch singt in „I Told You“.

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