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McCartney, Paul – Pipes Of Peace

Es gibt sie, die Songs die Geschichte machen. Einer davon ist ein Weihnachtssong, der gar kein Weihnachtssong ist. Und der trotzdem die Weihnachtsbotschaft transportiert wie kaum ein anderer, also die Botschaft von Liebe, Geborgenheit und Frieden: „Pipes Of Peace“ von Paul McCartney.

Einer der wenigen hochpolitischen Songs, die McCartney je geschrieben hat. Die Botschaft: Raucht gemeinsam die Friedenspfeifen, statt euch gegenseitig auf die Mütze zu hauen. Eine Botschaft für jeden Tag. Aber zum Weihnachtssong wird „Pipes Of Peace“ durch den dazu gehörigen Videoclip. Der orientiert sich an einer wahren weihnachtlichen Begebenheit.

Und die geschah Weihnachten 1914. Der erste Weltkrieg hat Menschenleben in gigantischer Höhe gefordert. An der Westfront stehen sich deutsche und englische Soldaten in einer erbitterten Schlacht in ihren Schützengräben gegenüber. An Weihnachten allerdings schweigen die Waffen, wenn auch nur für kurze Zeit. Das Weihnachtsfest feiern trotz des Schreckens des Krieges – das wollen die deutschen Soldaten und schmücken ein paar herumstehende Bäume. Während der kurzen Waffenruhe singen sie Weihnachtslieder, so auch „Stille Nacht“. Das hören auch die Engländer. Und füllen die Pausen zwischen den deutschen Liedern mit englischen Weihnachtssongs. Zögernd beginnen die feindlichen Soldaten, sich „frohe Weihnachten“ zuzurufen. Aus sicherer Entfernung. Und weil das ganz friedlich geht, verlassen sie vorsichtig ihre Schützengräben, treffen sich zwischen den feindlichen Linien im sogenannten Niemandsland. Und dort tauschen sie kleine Geschenke aus, Whisky, Zigarren. Irgendwer kommt auf die Idee, Psalm 23 aus der Bibel zu lesen. Abwechselnd, englisch und deutsch. Der Herr ist mein Hirte“, heißt es dort, und weiter: „Und wenn ich auch wanderte im finsteren Todestal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“

Ein historisches Ereignis, das Paul McCartney für seinen Videoclip zu „Pipes of Peace“ filmisch umsetze. Bei ihm spielen die Soldaten sogar miteinander Fußball, zeigen sich gegenseitig Fotos ihrer Freundinnen und Frauen. Erst als die weit entfernte Artillerie eine Granate abschießt, hat die unwirkliche Szene ein Ende.

Keine Utopie, kein Hirngespinst, sondern die Botschaft von Weihnachten: Frieden auf Erden allen Menschen, die guten Willens sind. Was 1914 für wenige Stunden möglich war, ist auch über einen längeren Zeitraum möglich. Hier und überall auf der Welt – wenn wir Menschen es nur wirklich wollen. Paul McCartney und „Pipes of Peace“.

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