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Starr, Ringo – It Don”t Come Easy

Der erste August 1971 bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte von Live-Konzerten. Denn erstmals treten Künstler auf und verzichten auf ihre Gage für eine guten Zweck. Ex-Beatle George Harrison und sein Freund, der indische Musiker Ravi Shankar, riefen, und alle kamen: Billy Preston, Badfinger, Beatles-Freund Klaus Voormann und, nach fast zwei Jahren Bühnenabstinenz, Bob Dylan.

Einspielung „Bob Dylan, Blowin´ In The Wind“

Der Hintergrund für das Konzert: Im Unabhängigkeitskrieg von Bangladesh ließen drei Millionen Menschen ihr Leben, 20 Millionen waren auf der Flucht. Denn Flüchtigen nahmen verheerende Überschwemmungen jegliche Hoffnung aufs Überleben. Deshalb regte George Harrison das erste große Charity-Konzert der Welt an. Werbung machen für die Charity-Show sollte ein eigens dafür komponierter Song. Der Titel, na klar: Bangladesh.

Einspielung „George Harrison, Bangladesh“

Ein Schmankerl am Rande: Als das Publikum Sitar-Spieler Ravi Shankar nach 25 Minuten indischer Klänge Applaus spendete, reagierte der auf seine Weise: „Wenn euch das Stimmen der Instrumente schon so viel Freude bereitet, dann hoffe ich, dass euch meine Musik erst Recht gefällt.“ Kurz danach appellierte Billy Preston daran, im Sinne Gottes Nächstenliebe zu praktizieren.

Einspielung „Billy Preston, That‘s The Way God Planned It

Einen hoffnungsfrohen Titel steuerte der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichste Ex-Beatle bei, nämlich Ringo Starr. In „It Don’t Come Easy“ heißt es sinngemäß: „Vergiss das Gestern, schau auf das Morgen, auch wenn das nicht einfach ist. Frieden ist das, was wir daraus machen.“ Ein Appell der damals, am 01. August 1971 galt, aber genau so ganz sicher auch heute. Hier Ringo Starr und „It Don’t Come Easy“.

Einspielung „Ringo Starr, It Don’t Come Easy”

Info:
Alle benannten Songs in Harrison, George, The Concert for Bangla-Desh (remastered), Megaphon Importservice 2007.

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