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Meinhard Schmidt-Degenhard – Fernsehjournalist (Hessischer Rundfunk)

Kameras sind unerbittlich. Aber sie zeigen nur das, was „vor den Kulissen“ passiert. Was er mit seinen Gästen „hinter den Kulissen“ und „abseits der Kameras“ erlebt hat, erzählt Moderator Klaus Depta hier. Zum Beispiel mit

Meinhard Schmidt-Degenhard – Fernsehjournalist

Wenn man das Gebäude des Hessischen Rundfunks in Frankfurt betritt, wird man schnell damit konfrontiert, dass hier eigentlich der Deutsche Bundestag sitzen sollte. Frankfurt hatte sich seinerzeit berechtigte Hoffnungen gemacht, vorläufige Bundeshauptstadt zu werden. Bonn ist es dann geworden – und das prächtige Foyer an der Frankfurter Bertramstraße mit seinen Nebengebäuden und späteren Erweiterungsbauten wurde dann zur Heimat des Hessischen Rundfunks. Immerhin. Und hier arbeitete ein Mann, der sich, wie ich gehört hatte, erbittert mit Fuldas Bischof, nämlich Erzbischof Johannes Dyba, gestritten hatte. Und den man, das sah man in Fulda zumindest so, doch irgendwie befrieden musste. Immerhin sei er der Leiter der Fernsehredaktion Gesellschaft und Religion. Ein streitbarer Mann, so hörte man auch von HR-Kollegen, mit dem man sich besser nicht anlegte. Und der sehr sorgfältig zwischen Dienst beim HR und Privatleben trenne.
Um es gleich zu sagen: Ich habe Meinhard Schmidt-Degenhard immer nur positiv erlebt. Kennengelernt habe ich einen Mann, der sehr genau wusste, was er wollte; der für seine Vorstellungen von richtig und falsch, von fernsehgerecht und wenig fernsehtauglich auch bereit war zu streiten. Ein Mann, den ich wegen seiner klaren Ansage vom ersten Moment an schätzte. Und der eine Gottesdienstübertragung, für die ich als kirchlicher Leiter verantwortlich war, akribisch und extrem professionell betreute. Einer, von dem man viel lernen konnte. Wenn man es denn wollte.
Wahnsinn, welche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Politik, aus Kirche und Gesellschaft Schmidt-Degenhard schon

vor dem Mikrophon und vor der Kamera hatte. Im Januar 2012 moderierte er seine 1000. Sendung mit dem schönen Titel „Horizonte“. Respekt! Außerdem das “Sonntagsgespräch mit” hochkarätigen Gästen. Und dann komme ich daher, erzähle ihm von meiner Talkrunde, die wir mit bescheidenen Mitteln filmen wollen; und bitte ihn, Gast beim Auftakt dieser ersten Gesprächsreihe zu sein. Schmidt-Degenhard zögert nur einen winzigen Moment, dann sagt er zu. Und adelt „Talk am Dom“ vom ersten Moment an nicht nur durch sein Erscheinen, sondern durch ein großes Lob (, das ich hier im Text aber nicht wiedergebe. Dazu muss man dann schon den Link anklicken…)
Einen kleinen Hund bringt er mit – meine Kollegin „hinter den Kulissen“ ist nur wenig begeistert. Schließlich bedeutet das bei allem Lampenfieber bei unserem ersten Talk am Dom“ für sie auch, zwischendurch mit dem süßen Kleinen auch mal Gassi gehen zu müssen. Aber es geht nicht anders: Seine Tochter, der der Hund gehört, habe ihn für kurze Zeit bei ihm in Pflege geben müssen. Nun wäre er da, der Hund aber auch. Beide oder keiner. Dann gerne beide!
Als ich am Rande einer späteren Konferenz im HR davon erzähle, dass Schmidt-Degenhard mit Hund bei „Talk am Dom“ gewesen sei, reagieren die HR-Rundfunkkollegen überrascht: „Wie, der hat einen Hund?“ Ich korrigiere, dass es „nur“ der Hund seiner Tochter gewesen sei. „Wie, der hat eine Tochter?“ Ein Mann, der Fernsehgeschichte geschrieben hat. Der zudem wirklich Dienst und Privatleben klar voneinander trennt. Und über den bei Wikipedia weniger zu erfahren ist als hier.

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