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Martin Pepper – Lieder mit Sinn und Seele

Kameras sind unerbittlich. Aber sie zeigen nur das, was „vor den Kulissen“ passiert. Was er mit seinen Gästen „hinter den Kulissen“ und „abseits der Kameras“ erlebt hat, erzählt Moderator Klaus Depta hier. Zum Beispiel mit

Martin Pepper – Lieder mit Sinn und Seele

Die Konditionen sind mehr als dürftig. Ursprünglich hatte die Plattenfirma signalisiert, das ganze Vorhaben zu unterstützen. Wir waren von „finanziell“ ausgegangen. Am Ende bleibt eher das Stichwort „ideell“ übrig. Und der sanfte Druck auf die Musiker, einmal mehr einen Promo-Gig zu absolvieren. Schließlich gehört gerade für christliche Künstler die Ochsentour durch Clubs und über kaum bezahlte Auftritte einfach dazu, um sich auf Dauer eine Fanbase zu erspielen. In jedem Fall sind die Fahrtkosten ähnlich hoch wie das, was Martin Pepper als Gage angeboten bekommt. Zuzüglich des Inhalts aus dem Spendentopf, den wir abends beim Konzert aufstellen wollen. Die Erfahrung zeigt: Wenn die Menschen Spaß an der Musik haben, landet am Ende bei solch einem Hut-Konzert einiges im Spendentopf. Und der muss nicht zwingend ein Hut sein, der durch die Reihen gereicht wird…

Martin Pepper ist das völlig egal. Er brennt darauf, den Menschen mit seinen Liedern vom Glauben zu erzählen, von seinen Erfahrungen zu berichten. Vielleicht kann das ja eine Hilfe sein, um das eigene Leben besser in den Griff zu bekommen, erfüllter zu leben. Als ich ihn im Vorfeld zum Hessentag 2013 anrufe und frage, ob er bereit wäre, ein Gespräch im Rahmen der Reihe „Talk am Dom“ mit mir zu führen und am gleichen Tag in der St. Elisabethkirche in Kassel ein Konzert zu geben, sagt er sofort zu. Im Terminkalender ist ein Loch. Er ist dabei. Geld spielt keine Rolle. Wie anders dieser Satz auf einmal klingt, als man ihn sonst normalerweise hört…

Wie viele junge Menschen lebte auch Martin Pepper in seiner Jugend eine eher kritische Distanz zum christlichen Glauben. Nachdem er über die Jesus-People-Bewegung wieder näher mit dem Glauben in Kontakt gekommen war, ließ er sich 1975 in einer Freikirchlichen Gemeinde im Weserbergland taufen. 1981 wurde er Pastor des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, seit 2019 ist er der evangelischen Landeskirche beigetreten.

Schon mit sechs Jahren erhielt Martin, „Sohn aus gutem Hause“, Klavierunterricht, ab seinem 14. Lebensjahr spielte er Keyboard, zuerst in verschiedenen lokalen Bands. Nach seiner Taufe bekommen seine Songs zunehmend christliche Inhalte. Ab 1977 studiert er Theologie an freikirchlichen Einrichtungen. Dieses Studium führt ihn auch in die USA, wo er 1979 seinen ersten eigenen Longplayer „Feel The Touch“ aufnimmt. Rund zwei Dutzend CDs folgen bis heute. Der Schwerpunkt ist deutlich erkennbar christlicher Lobpreis. Auffällig sind die lateinamerikanischen Elemente in seinen Alben zum Ende der 2000-Nuller-Jahre – ein Reflex seiner vielfältigen Reisen.

Neben seiner Musik ist Martin Pepper auch ein vielgelesener Buchautor. Seine Bücher beeindrucken dabei, vor allem was die vielen kreativen Ideen und Gedanken anbelangt.

Im persönlichen Umgang ist Martin ein sehr netter, offener, aber auch absolut professioneller Partner. Vaterstolz flammt auf, als wir auf seine Tochter Jennifer zu sprechen kommen. Mit ihr hat er das Album “Generationen” aufgenommen. Dass zwei Jahre später ein weiteres mit Jennifer folgen wird (“Mit Sinn und Seele”), wissen weder er, noch Jennifer noch ich in diesem Hessentagssommer 2013.
Freundlichkeit und Wärme, ja, sogar Liebe zum Menschen

sind bei Martin jederzeit spürbar und wohl auch die treibende Kraft seines vielfältigen Engagements. Zum Zeitpunkt unseres Talks wendet sich Martin erstmals sogenannten „Männerthemen“ zu – eine spannende Entdeckungsreise hin zum Mann, dem unbekannten Wesen – aber völlig anders, als die vorangegangene augenzwinkernde Formulierung assoziieren lassen könnte. Martin ist das beste Beispiel dafür, wie jemand aus seiner persönlichen Gottesbeziehung Kraft schöpft und diese an sein Publikum weitergibt. Männern und, na klar, auch Frauen.
Ach ja, und bevor es Fragen gibt: Die obligatorische Kappe nimmt er nicht ab. Nein!

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