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120 Jahre verbindliche Rechtschreibung, Duden und Gendern (17. Juni)

Kaum zu glauben, aber wahr: auf den Tag genau heute vor 120 Jahren entstand so etwas wie unsere verbindliche Rechtschreibung. Dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck sei Dank. Und natürlich Konrad Duden. Den könnten wir als „Erfinder“ der Vereinheitlichung der deutschen Sprache feiern. Und das war seinerzeit auch dringend nötig.

Rechtschreibfehler hört man nicht

Klar, wenn die Menschen miteinander sprachen, dann verstanden sie sich schon prächtig. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Im gesprochenen Wort hört man nun mal keine Rechtschreibfehler. Nur wenn in Deutschland geschrieben wurde, ging so manches durcheinander. Eine kleine Kostprobe? Nehmen Sie nur einmal die Möglichkeit, in der deutschen Sprache einen Vokal zu dehnen. Bei Wörtern wie „lahmen“, „dehnen“ oder „bohren“ darf das das Dehnungs-h nicht fehlen. Aber das sind nicht die einzigen Möglichkeiten, in denen man in unserer Sprache früher einen Vokal dehnte. Schon früh entstanden Städtenamen wie Oer-Erkenschwick und Soest, aber auch Grevenbroich. Diese Städte heißen weder „Ör-Erkenschwick“, noch „Söst“ oder „Grevenbräuch“. Stattdessen haben wir hier ein Dehnungs-e bzw. Dehnungs-i vorliegen. Genau diese Varianten aus Westfalen und vom – im weitesten Sinne – Niederrhein, die also landsmannschaftlich gebräuchlich waren, waren nach den Schreibregeln von 1901 nicht mehr zugelassen. Insofern ist eine Rechtschreibreform tatsächlich hilfreich, vor allem wenn sie die Sprache vereinfacht. Auch jemand, der in Bayern beheimatet ist, müsste nach den 1901 eingeführten Regeln nun so komplizierte Worte wie „Soest“ richtig aussprechen können.

Vereinfachung

Die Vereinfachung ist auch der Grund, warum man mittlerweile eventuellen Fehlerquellen nicht mehr „Thür“ und „Thor“ öffnet und auch bei uns keinen „Thee“ mehr trinkt. Hier hat man Zöpfe, die aus dem Mittelalter stammten und tatsächlich noch auf das Lateinische bzw. Griechische zurückgingen, ganz einfach par Ordre du Mufti abgeschafft. Kein „h“ nach einem Wort, das mit einem „T“ beginnt, so die Regel. Was übrigens dem deutschen Kaiser dermaßen missfiel, dass er selbstverständlich auf seinem „Thron“ sitzenblieb. Und so ganz nebenbei dafür sorgte, dass alle „erhabenen Dinge“ ihr angestammtes „h“ nach dem „T“ behielten. Bestes Beispiel: unser Theater.
Bei den Rechtschreibreformen ging es also um Vereinheitlichung und um bessere Verständigungsmöglichkeiten. Wobei man nicht alle unterschiedlichen Bedeutungen wegstreichen wollte. Wer sagte, dass derjenige zuerst malt, der zuerst kommt, durfte das tun. Vorausgesetzt er meinte ein Bild, das gemalt werden sollte. Wollte er aber ein Sprichwort korrekt zitieren, musste er dies auch etymologisch korrekt tun. Und da dieses Sprichwort bekanntermaßen im Zusammenhang mit dem


Mahlen von Getreide entstand, war völlig klar: Wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst. Also immer schön der Reihe nach! Wer zuerst beim Müller angestanden hat, dessen Getreide wird als erstes zu Mehl verarbeitet. Dazu mussten Sie aber dieses „Malen“ unbedingt mit „h“ schreiben.
“In grauer Vorzeit“

Nur der Vollständigkeit halber: Bereits im Jahr 1855 hatte Hannover eigene Regeln für die Rechtschreibung in der Schule aufgestellt. Württemberg folgte kurze Zeit später, manch andere Länder im damaligen deutschen Reich hatten ihre eigenen Vorstellungen. Damals war es übrigens genau wie heute: Manche deutschen Länder hatten auch gar keine Vorstellungen! Um nun Regeln vorliegen zu haben, die im gesamten Reich galten, nahm sich der preußische Kultusminister der Vereinheitlichung der Rechtschreibregeln an. Und schließlich lagen Reichskanzler Otto von Bismarck zwei unterschiedliche „Regelbücher“ vor: das Regel- und Wörterverzeichnis des Germanisten Wilhelm Wilmanns und das des Sprachforschers Konrad Duden. Wie schon oben angesprochen: Bismarck entschied sich für Dudens Vorschlag. Und entschied, dass dessen Werk verbindlich für die Anwendung im Deutschen Reich sei. Heute vor 120 Jahren war das. Und begründete den guten Brauch, dass wir im Duden nachschlagen, wenn uns etwas zweifelhaft erscheint. Benannt nach jenem besagten Konrad Duden ist „DER DUDEN“ heute DIE Institution in Sachen Rechtschreibung. Dazu gleich noch etwas mehr.

Rechtschreibreform

Nun war mit Konrad Dudens erstem Regelwerk die deutsche Schriftsprache zwar vereinheitlicht. Einfach war die Vielzahl von Regeln allerdings nicht. Deshalb kam es bereits 1944 zu einer Rechtschreibreform, wenn auch zu keiner so großen wie 1996. Letztere nun wieder führte Dinge ein, von denen man auch etliche wieder zurücknahm. Wer in den 1960er Jahren noch gelernt hatte, dass „Hass“ mit einem „scharfen S“, also „Haß“ geschrieben werden sollte, musste umdenken. Ganz so scharf war der Hass dann doch nicht!
Glücklicherweise gingen unsere Sprachexperten dabei nicht so vor, wie 1740 die hohen Herren der Académie française. Die änderten nämlich per Federstrich die Schreibweise von mehreren tausend Wörtern auf einen Schlag. Bei uns begnügte man sich damit, nicht die Rechtschreibung einzelner Wörter zu verändern, sondern die Regularien, das Regelwerk. Was schon mehr als genug Verwirrung stiftete, aber am Ende doch recht gut funktionierte. So gab es Änderungen zur Anwendung von Groß- und Kleinschreibung, zur Zeichensetzung und dazu, wie Fremdwörter in der deutschen Sprache zu schreiben seien.

Abkoppelung von anderen Sprachen

Vor allem letzteres bringt mich persönlich bis heute zur Weißglut. Wie soll ich meinem Neffen klarmachen, dass er das Wort „photographieren“, das er noch in alten Büchern bei mir findet, auf keinen Fall in dieser Form schreiben darf, sondern unbedingt die Variante „fotografieren“ wählen muss, wenn er gleichzeitig beim Englisch-Vokabeltest für diese Schreibweise einen Fehler kassiert? Schließlich orientieren sich die Engländer noch an der Etymologie dieses Wortes und beharren darauf, dass das Substantiv „photography“ heißt. So und nicht anders. Und auch in Frankreich wird niemand auf die Idee kommen, etwas anderes als „la photographie“ zu schreiben. Gerade habe ich im online-Duden noch einmal nachgeschaut. Der kennt „photographieren“ oder „Photo“ noch nicht einmal mehr.

Immerhin kann, aber muss ich nicht „Tunfisch“ schreiben und baue daher lieber über die Verwendung des alten „Thunfisch“ schnell eine Brücke zum französischen „le thon“. Gelitten habe ich dann schon wieder, wenn ich nicht die alte Form „Delphin“ verwende, sondern die neuere „Delfin“. Gnade mir Gott, wenn ich beim Vokabeltest im Französischen bei „le dauphin“ oder im Englischen „dophin“ das obligatorische „h“ weglasse oder es gar mit einem „f“ versuche. Nur weil für deutsche Kinder die alte Schreibweise zu kompliziert und nicht mehr vermittelbar ist, heißt das noch lange nicht, dass das englische oder französische Kinder genauso wenig draufhaben.

Schon lange vor der neuen Rechtschreibung kam ich nach meinen ersten Erfahrungen mit der englischen Sprache tatsächlich in Versuchung, im Deutschen das Wort „Adresse“ mit zwei „d“ zu schreiben, nur weil meine englische Brieffreundin das auch tat – und zwar in ihrer Sprache vollkommen richtig. Schade, dass ich damals keine französische Brieffreundin hatte. Die hätte mir mit ihrem „la adresse“ sicherlich Rückendeckung und seelischen Beistand gegeben.

Meinem Vater sein Auto?

Keine Frage: Sprache verändert sich. Wenn der Mehrzahl der Schreibenden nicht mehr vermittelt werden kann, warum sich ein Wort nun einmal schreibt, wie es sich schreibt, dann ändern wir es eben. Ah, das klingt jetzt ein bisschen gemein. Ich versuche es noch einmal: Wenn die Mehrzahl der Sprechenden ihre Sprachgewohnheiten verändert, dann wird sich das auch im Regelwerk niederschlagen. Wäre dies nicht der Fall, würden wir vermutlich noch nicht einmal Mittelhochdeutsch sprechen, sondern wären bestenfalls im Althochdeutschen stecken geblieben.
Ob und wann eine Veränderung der Sprache in das Regelwerk aufgenommen wird, entscheidet unter anderen auch die – da haben wir es wieder – Duden-Redaktion. Die setzt sich aus Sprachwissenschaftlern zusammen, die die deutsche Sprache genau beobachten, daraus ihre Schlüsse ziehen und Veränderungen erlauben oder nicht erlauben. Manches wird als regionale Wendung zugelassen. Deshalb ist es mittlerweile egal, ob sie der, die oder das Joghurt kaufen. Also, mir zwar nicht, aber der Duden-Redaktion! Und dem, der oder noch einmal dem Joghurt vermutlich auch.
Auch bei der Verwendung von „als“ und „wie“ ist die Duden-Redaktion großzügig – auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann. In Teilen von Hessen und Bayern nutzt man das eh so, wie man es will, manchmal sogar beides in direkter Kombination. Sie meinen, das Wetter sei heute schöner als wie gestern? Na, dann meinen Sie mal! Als Hesse oder Bayer dürfen Sie das ja auch. Als Hamburger oder Westfale dürfen Sie das eindeutig nicht! Aber wen interessiert da schon, was der Duden sagt.
Dankbar bin ich der Duden-Redaktion, dass sie das im Ruhrgebiet durchaus gängige „meinem Vater sein Auto“ nicht als hohe Schule der Sprachkunst ansieht. Auch wenn der Genitiv seit Jahrzehnten einen langsamen Tod stirbt – noch gibt es ihn, noch kann ich „das Auto meines Vaters“ sagen. Okay, vielleicht auch nicht mehr jeder. So dass die Duden-Redaktion vielleicht demnächst doch… Bitte nicht!

Der Genitiv stirbt. Der Fragesatz auch!

Apropos sterben: Da wir es bei der Rechtschreibreform ja mit einer Veränderung des Regelwerks zu tun haben, dürfte es in naher Zukunft auch der Fragesatz schwer haben. Hank, ein guter Kumpel, erzählt immer wieder den recht platten Witz, bei dem der kleine Erkan in der Grundschule einen Aussagesatz bilden soll, „Mein Vatter hat Dönerbude“ sagt und dafür gelobt wird. Auch die Aufgabe, daraus einen Fragesatz zu bilden, erledigt er meisterhaft: „Mein Vatter hat Dönerbude, weißt du?“ Bitte jetzt nicht wegen angeblichen Rassismus aufregen. Tatsächlich verwenden solche Formulierungen selbst türkischsprachige Kabarettisten… und jeder Zweite, wenn man in die passenden Wohlviertel geht. Hier geht es aber um etwas ganz anderes: Nämlich um die Frage: Wenn das Kriterium für „richtig“ oder „falsch“ in der deutschen Sprache die Quantität der Verwendung eines Ausdrucks ist, dann kommt eben seit geraumer Zeit nicht nur der Genitiv in Bedrängnis, sondern auch der Fragesatz. Und so könnte es sein, dass sich die Duden-Redaktion eines Tages damit konfrontiert sieht, ob er derartig erstellter Satz tatsächlich ein Fragesatz ist, weißt du?

Gerndern

Weit problematischer aber empfinde ich die Diskussion, die uns in jüngster Zeit von mehr oder weniger militanten Sprachformern aufgezwungen wird: das Gendern. Ganz ehrlich, das geht mir – Achtung, ich versuche das jetzt richtig gegendert – glatt an meiner Ärschin vorbei! Hier wird von einer Minderheit versucht, Politik zu machen. Fast schon diktatorisch. Das Ziel: über die Sprache das Denken zu beeinflussen. Und die deutsche Sprache und alle die, die sich diesem Diktat nicht beugen wollen, zu vergewaltigen. Warum soll ich bei Tisch nach einer Salzstreuerin fragen, wenn es doch auch ein Salzstreuer tut? Dass ein Radiomensch seine Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßt, ist für mich eine Selbstverständlichkeit, ein Fernsehmensch seine Zuschauerinnen und Zuschauer. Aber muss man (shit, muss ich jetzt „frau“ kleingeschrieben dahintersetzen?) demnächst auch die breite Masse an den „Lautsprecherinnen und Lautsprechern“ begrüßen? Beim Gendern geht es überhaupt nicht um Spracherleichterung und -vereinfachung – das Gegenteil ist das Ergebnis. Hier geht es um eine gewaltsam durchgesetzte Ideologie, die Gleichberechtigung vortäuscht. Nicht mehr! Vortäuscht! Der es leider an gedanklicher Tiefe fehlt. Was passiert eigentlich, wenn mein Freund nicht mehr will, dass DIE Sonne für ihn scheint, sondern er seinen – gleichberechtigt – männlichen Anteil daran haben will?

Geschlechterkampf

Wer scheint dann für ihn? Bitte jetzt nicht mit „mir doch egal“ antworten. Gleichberechtigung heißt eben auch nicht, uns Frauen über die Männer stellen zu wollen. Wobei ich genau da meine Zweifel habe, ob das nicht doch das geheime Ziel ist. Mein Vorschlag: Lasst uns doch einmal zählen, wie viele maskuline Substantive die deutsche Sprache hat und wie viele feminine. Okay, hat schon mal jemand gemacht. Nur gut, dass Männer dieses niederschmetternde Ergebnis anscheinend nicht mitbekommen haben. Und Gender-Frauen das vorsichtshalber nicht kommunizieren.

Ungleichheit manifestiert durch Gendern

Ich bin da ganz bei Elke Heidenreich: Wenn ich von Künstlern rede, dann meine ich Künstler. Ihr Geschlecht ist mir egal. Wer mich als Künstlerin bezeichnet, reduziert mich auf mein Geschlecht. Der lenkt von meiner Kunst ab. Um die geht es aber, nicht um mein Geschlecht. Welche Verrenkungen in der Redaktionskonferenz, wenn von Redakteurinnen und Redakteuren die Rede ist, von Adressatinnen und Adressaten und und und. Man kann auch alles sprachlich aufblähen. Oft scheint mir: je größer die Worthülsen, desto weniger das, was man inhaltlich zu sagen hat. Und noch etwas schärfer: Umso schneller wird verborgen, dass man ansonsten nichts zu sagen hat. Scheindebatten nannte man das mal. Und ganz nebenbei: Merkt eigentlich niemand, dass der übertriebene Genderwahn in Wirklichkeit den Mangel an Gleichberechtigung verhärtet, statt ihn zu bekämpfen? Als Redakteurin mag ich ja gut sein – aber da gibt es ja noch eine andere Klasse, nämlich die der Redakteure. Mit denen kann ich möglicherweise nicht mithalten, das ist eine andere Liga? Nee, da bin ich lieber ein guter Redakteur, die ihre Frau steht.

Und wenn ich als Frau im Radio oder Fernsehen moderiere, habe ich als Durchschnittsfrau nun einmal eine höhere Stimme als der Durchschnittsmann. Bei einer Sportreportage, in der ich Dynamik und Tempo reinbringen will, wird diese Stimme noch höher. Und, sorry, sie nervt. Mich selbst. Weil sie aufgeregt klingt. Nicht distanziert, wie es bei einem Berichterstatter sein sollte. Mich nervt das, nicht nur seit ich weiß, dass ich bei meinem Gegenüber Angst, Gereiztheit, starke Emotionen und vieles mehr daran erkennen kann, dass seine Stimme immer höher wird. Mein großes Geständnis: Schnelle, aufgeregte Moderatorinnen erinnern mich an zänkische Zicken im Treppenhaus. Brauche ich nicht. Will ich nicht. Und vor allem: Da hilft kein Gendern, da hilft auch keine Quoten-Reporterin. Zumindest mir nicht. Auch wenn man noch so sehr möchte: Es ist eben nicht alles gleich! Sie mögen das ganz anders sehen.

Frau Bundeskanzlerin und der weiße Schimmel

Bislang kann ich nur Nachteile an diesem „vom Gendervolk“ gewünschten neuen Regelwerk der Sprache erkennen. Denn das, was uns Menschen zum Menschen werden lässt, was durch bisherige Reformbemühungen vereinfacht werden sollte, wird nun erschwert. Und das ist die Kommunikation. Sternchen hin, Sternchen her. Für mich bleibt Angela Merkel bis zum Herbst unsere Bundeskanzlerin. Aber ich würde mir nie einfallen lassen, etwas anderes zu sagen als Frau Bundeskanzler. Dem Amt ist es egal, welches Geschlecht die Amtsinhaberin oder der Amtsinhaber haben. Mir übrigens auch. Die Sprache aber hat über das Wort „Frau“ bereits genug geleistet. Es sei denn, wir möchten auch „weiße Schimmel“ für die hohe Schule unserer Sprache halten. Ich will das nicht.

Regelwerk und Anstand

Zugegeben, jetzt werde ich arrogant: Ich verweise nämlich auf den alten Seneca. Der wusste schon vor rund 2000 Jahren: „Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.“ Was für mich bedeutet: Natürlich findet dieser Text Leserinnen UND Leser, natürlich habe ich Kolleginnen UND Kollegen, natürlich treffe ich mich gelegentlich sowohl mit Studentinnen, wie AUCH Studenten. Das ist – um mit Seneca zu sprechen – der Anstand, der mir gebietet, diese auch so anzusprechen. Ein Gesetz, ein Regelwerk brauche ich dazu nicht. Und erst recht keine Sternchen. Wer es anders sieht – bitte, gerne. Letztlich haben wir in diesem Land Meinungsfreiheit. Diese Freiheit reklamiere ich allerdings auch für meine Meinung!

In Foto von Hank

Warten wir es ab, ob eine kleine, sehr aktive Minderheit der großen, eher trägen Mehrheit ihre Ideologie aufdrücken kann oder nicht. In ähnlicher Weise ist ja auch schon einmal der Vorstoß, die Großschreibung grundsätzlich abzuschaffen, krachend gescheitert. Und trotz der ganzen Ernsthaftigkeit kann ich auch über das Gendern und mich selbst lachen. Nicht, als Hank neulich meinte, der ganze Genderkram sei alles eh nur die Spinnerei von ein paar durchgeknallten Tussen, die nichts Anderes in ihrem Leben hätten. Das glaube ich nicht, diese Aussage fand ich auch nicht prickelnd. Aber als er mir dann ein Foto aus dem Baumarkt schickte, da musste ich lachen. Ziemlich herzhaft, sogar. Zu sehen war da nämlich ein Sack Wandputz. Innen. Wenn auch ohne Sternchen!
Ich habe fertig!
(Auch so ein Satz, der es hoffentlich niemals in den Duden schaffen wird, obwohl ihn jeder kennt. Schließlich gilt, wenn Sie nachschlagen, auch für den Duden: „Hier werden Sie geholfen!“ Und zwar richtig, gepflegt und vor allem verständlich und allgemeingültig zu reden. Und erst recht zu schreiben.)

Momentaufnahmen, kurze Episoden in den Medien, flüchtige Eindrücke – und alles rauscht einfach vorbei? „Auch das noch“ zeigt die Skripte (leicht überarbeiteter) Rundfunkbeiträge aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk. Manche wurden sogar speziell für Heaven On Air geschrieben. Frei nach dem Motto: einfach mal einen Moment innehalten.

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1 Kommentar

DRESCHER

Ich ging über einen Fußgänger*innenstreifen und ein Fahrerlaubnisbesitzer*innen fuhr mich an. Versorgt wurde ich durch eine Rettungskraft*innen. Ich war gerade auf dem Weg zu Bürgermeister*innenwahl. Dabei verrissen meine ganzen Architektur*innenpläne. Sie war als Gast*innen einer Hochzeits und hatte einen Flüchtling*innenstatus. Alle Eingeladenen*innen waren wie erstarrt. Nur diese Fachkraft*innen, gab Unterstützung, da sie bei den Malteser*innen war. Ich lag auf dem Bürger*innensteig vor dem Einwohner*innenmeldeamt. Sie zog mich in ihre Faher*Innenkabine und als verletzter Fahrgast*innen brachte sie mich ins Kranken*innenhaus! Dort musste ich in der Notaufnahme warten, weil ein Säugling *innen mit Fieber eingeliefert wurde. Dann kam noch der Weihnachtsmann*innen mit seinen Wichtel *innen. Zu allem Unmut erschien noch eine Gruppe Politiker *innen zur Besichtigung. In der Zwischenzeit fühlte ich mich besser und ging zum Bäcker*innenladen nebenan. Ich kaufte mir einen Amerikaner*innen und ging zurück. Endlich wurde ich verarztet*innen. Ich musste meine Adresse angeben. Jetzt war ich im Zwiespalt. Ich wohne in der Pfarrergasse in Mannheim (was sag ich jetzt)? Ich gab an in der Pfarrer*innengasse in Mann*innenheim zu wohnen und bekam darauf hin keinen einzigen Besucher*innen.


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