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Avicii – Heaven

Zufall, Schicksal oder Absicht? Im Buddhismus steht das Wort Avici für so etwas wie die niedrigste Stufe der Hölle. Der schwedische DJ, Remixer und Produzent Tim Bergling hat ganz bewusst ein zweites „i“ angehängt, als er sich den Künstlernamen „Avicii“ wählte. Und jetzt, mit der dritten Single aus seinem posthum veröffentlichten Album „Tim“, erscheint so etwas wie ein Gegenstück zu seinem Namen: „Heaven“.

Eingespielt hat Avicii diesen Song bereits 2014. Damals lud Coldplay-Chef Chris Martin den Schweden dazu ein, auf dem Ghost Stories-Album von Coldplay Piano zu spielen. Während der Sessions entstand auch „Heaven“, das später in unterschiedlichen Versionen durchs Web geisterte. Unmittelbar vor seinem überraschenden Tod arbeitete Avicii an einer EP. Laut Per Sundlin von Aviciis Plattenfirma, sollte der „Heaven“ als sechster und letzter die EP abschließen.

„Tritt in die Morgendämmerung hinaus, du betest und betest bis es richtig hell wird.
Und dann hast du das Gefühl, gerade geboren zu sein.
Ja, du kommst, um mich aufzurichten, wenn ich zerschlagen und gebrochen bin.
Und nun bin ich zurück in den Armen, die ich liebe.
Und ich denke, ich bin gerade gestorben! Und ich ging in den Himmel, geschlagen
und in Blut gebadet. Ich bin von deiner Liebe getroffen wie von einer Droge.
Und nun bist du gekommen, um mich aufzurichten.
Wir werden Vögel sein, wir werden fliegen. Wir werden die Welt in Brand setzen.
Wir werden uns heute Abend verlieren! Himmel!“

Vor seinem Tod hatte sich Avicii mit dem Hauptwerk des mittelalterlichen Dichters Dante Alighieri beschäftigt, der Divina Comedia, der Göttlichen Komödie. In Ich-Form beschreibt dort der Dichter eine Reise durch Hölle, Fegefeuer und Himmel. Der Höhepunkt: Am Ende darf der Mensch die Herrlichkeit Gottes schauen.

Angesichts von Aviciis unerwartetem Tod eine Menge Stoff zum Nachdenken. Vielleicht sogar zum Nachlesen bei Dante Alighieri. Vor allem aber zum Nachhören… bei Avicii. Hier ist er mit seiner Version vom Himmel: „Heaven“.

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