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Blue, Barry – Green, Barry Ian

Unter seinem Geburtsnamen Barry (Ian) Green, geboren am 4.12.1950 in London, veröffentlichte der Musiker bei Decca drei Singles, die allesamt nicht erfolgreich waren. Um das dadurch erreichte schlechte Image hinter sich zu lassen entschloss sich Barry zum Namenswechsel und nannte sich fortan Barry Blue. Möglicherweise stand dabei eine Urban Legend Pate: So soll ein Manager der Plattenfirma Barry darauf hingewiesen haben, dass

die Farbe Grün bei Zirkusartisten als Unglücksfarbe angesehen werde. Da aus Barrys Sicht das Musikgeschäft einem Zirkus ähnelte, wechselte er den Namen. Tatsächlich gelten bereits im Mittelalter die Farben Gelb und Grün – vor allem in Mysterienspielen – als Symbolfarben für den Teufel und sind daher am Theater oftmals verpönt. Entsprechend seines Künstlernamens trat Barry Blue lange Zeit in blauen Bühnenkostümen auf.

Barry selbst sieht sich allerdings eher als Songwriter und Texter. denn als Sänger. So sind seine wirklich großen Erfolge als Interpret auch überschaubar: 1973 erreichte sein „Dancin‘ (On A Saturday Night)“ Platz zwei in den britischen Charts, die ähnlich strukturierte Single „Do You Wanna Dance“, die zudem an den damals erfolgreichen Gary Glitter erinnerte, kam immerhin noch bis auf Platz 7. Beide Songs sind auf Barry Blues Album „Barry Blue“ enthalten, an dem damals die noch eher unbekannten Musiker John Richardson (später Schlagzeuger

bei “The Rubettes”) sowie der Gitarrist Chris Rea mitwirkten. Trotz zahlreicher weiterer LP-Veröffentlichungen blieb der Erfolg für Barry Blue als Sänger weitestgehend aus.

Als Songwriter war Barry Green aka Blue weitaus erfolgreicher und schrieb rund 40 internationale Hits, darunter für Gene Pitney („Rainmaker Girl“, 1971, produziert von Jesus Christ Superstar-Mitverfasser Tim Rice), Lynsey de Paul („Sugar Me“, 1972), Brotherhood Of Men („Kiss Me, Kiss Your Baby“, 1975), Heatwave („Boogie Nights“, 1976), Toto Coelo („I Eat Cannibals“, 1982) und war als Produzent tätig für Bananarama, Andrea Bocelli, Celine Dion, Diana Ross u.v.a.
50 Jahre nachdem Barry erstmals bei einem Verlag einen Vertrag als professioneller Songwriter unterschrieb, erschien Ende 2020 die Box „Chapter and Verse… 50 Years On“. Sie enthält zwei CDs, nämlich „Songs From The Lost Book“ und „Songs From The Heart Book“. Letztere CD enthält Stücke, die Barry für andere Interpreten schrieb, nun aber erstmals so aufgenommen hat, wie sie seiner Meinung nach klingen sollten. Mit dabei sind auch zwei bislang unveröffentlichte Songs. Das „Lost Book“ enthält Songs aus den 1980er und 1990er Jahren, in denen Barry mit den unterschiedlichsten Musikstilen experimentierte und unter verschiedenen Pseudonymen dementsprechende Songs einspielte.

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