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Crump, Arthur „Blues“ – Crudup, Arthur „Big Boy“

Arthur Crudup, (1905-1974) gehört zu den frühen US-amerikanischen Blues-Gitarristen und Sängern. Angeblich war Elvis Presley Fan des Mannes, den man nach geraumer Zeit nur noch Arthur „Big Boy“ Crudup nannte. Drei seiner Songs machte Elvis zu Hits, nämlich „My Baby Left Me“ (, das später neben vielen anderen auch Creedence Clearwater Revival coverten), „So Glad You’re Mine“ und „That’s All Right Mama“.
Crudup war ein „Spätstarter“: Angeblich

begann er erst mit etwa 30 Jahren Gitarre zu spielen. Schon nach wenigen Jahren begann er eine – seinerzeit äußerst unsichere Karriere – als Straßenmusiker. Mit 36 Jahren, für heutige Zeiten also sehr spät, erhielt Crudup seinen ersten Plattenvertrag. Wie viele Musikerverträge der damaligen Zeit war auch Crudups Vertrag der für den Musiker wenig vorteilhaft: Obwohl er in den nächsten rund zehn Jahren etliche Singlehits für sich verbuchen konnte und ein früher Star war, blieben seine Einnahmen weit hinter seinen Erfolgen zurück. Zu seinen erfolgreichsten Songs zählen „Ethel May“ „Keep Your Arms Around Me, „Rock Me Mama“ und die später von Elvis zu Hits gemachten, bereits erwähnten Titel „So Glad You’re Mine“ und „Who’s Been Foolin‘ You“ (alle 1946 bzw. 1946). In den 1950er Jahren hatte er mit Songs wie „I’m Gonna Dig Myself a Hole“ und dem von Marty Robbins interpretierten „That’s All Right“ Erfolg, bevor Elvis mit „My Baby Left Me“ (1956) erfolgreich war. Allerdings zog sich Crudup wegen massiver Streitigkeiten um die seiner Ansicht nach ihm zustehenden Tantiemen weitgehend aus dem Musikgeschäft zurück, so dass es in den 1950er Jahren sehr still um ihn wurde.
Ein Comeback veröffentlichte er nach längerer Pause 1962 wieder ein Album („Mean Ole Frisco“); erst mit einer wachsenden Rückbesinnung auf seine Songs konnte er 1969 ein weiteres Album („Look At Yonder’s Wall“) veröffentlichte. Etwa zeitgleich gelang ihm auch ein vielbeachtetes Comeback, das ihn bis

zu seinem Tod im Jahr 1974 zu einem gerngesehenen Gast bei Blues- und Folkfestivals machte. Sein 1970er Album „Roebuck Man“ brachte ihn mit jungen aufstrebenden britischen Musikern zusammen, darunter Tom McGuinness (später McGuinness Flint, Manfred Mann, The Blues Band), Hughie Flint (John Mayall & The Bluesbreakers [inkl. Eric Clapton!] und ebenfalls McGuinness Flint sowie The Blues Band) sowie Benny Gallagher (Gallagher & Lyle).

Unter Würdigung seines Einflusses auf Elvis Presley, den „King of Rock and Roll“, erhielt Crudup den Beinamen „The Father of Rock and Roll“. 1994 wurde Arthur „Big Boy“ Crudup in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

Um 1952 war Crudup bei seiner Plattenfirma nicht gefragt und war untätig und unzufrieden zu Hause. Lillian McMurry kam auf die Idee, Crudup als Ersatz für den in Chicago mit einem anderen Label aufnehmenden Elmore James („Dust My Broom“) zu verpflichten. Crudup, vertraglich aber exklusiv an seine Plattenfirma gebunden, bediente sich des „Moonlightning“ – vielleicht am besten übersetzt mit „hinters Licht führen“. Das heißt, er nahm nicht unter dem Namen auf, unter dem er bei seiner Plattenfirma unter Vertrag stand, verzichtete damit aber auch auf den Werbeeffekt der Teilnahme des immerhin doch sehr bekannten Musikers. Zwischen 1952 und 1954 nahm Crudup wohl für drei verschiedene Label auf, und zwar unter dem Pseudonym Arthur „Blues“ Crump (& His Guitar).

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