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Keys, Alicia – Hallelujah

Beim Namen Alicia Keys schnalzen Kenner mit der Zunge. 15 Grammys, 30 Millionen verkaufte Alben, vom Billboard als fünftbester Künstler der ersten zehn Jahre dieses Jahrhunderts geehrt. Und in die Top-Ten der besten 50 „R&B/HipHop“-Interpreten gewählt! Kann man mehr erreichen? Vielleicht. Die nahe Zukunft könnte es zeigen. Denn jetzt, 2 ½ Jahre nach ihrem Album „Girl On Fire“, gibt es Neues von der in New York geborenen Sängerin: Im Spätsommer erscheint ein neues Album, „In Common“ heißt die erste Single. Und es wird einen Richtungswechsel geben: Hatte sich Alicia Keys vom Soulwunderkind langsam, aber sicher in Richtung Pop-Balladensängerin entwickelt, kehrt sie jetzt zu ihren Wurzeln zurück: zu eben R&B, zu HipHop und zu Gospel. Anfang Juni gab sie überraschend ein kleines Konzert in Berlin – und eröffnete ihre Show mit dem Titel „The Gospel“. Auf Deutsch eben nichts anderes als „die frohe Botschaft, die gute Nachricht“. Passenderweise heißt ein neuer Song dann auch so richtig fromm „Hallelujah“, „Preist Gott“!

„Es gibt ein Loch in meinem Herzen, das ich versteckt habe.
Ich bin so lange stark gewesen und bin blind gewesen.
Gibt es einen Platz, an den ich gehen kann, wo ein einsamer Fluss fließt,
wo Ängste enden und Hoffnung beginnt. Preist Gott, lass mich ein.
Ich habe gebetet und ich habe für meine Sünden gebüßt.
Willst du mir nicht ein Zeichen geben, bevor ich den Verstand verliere?

Wenn jegliche Hoffnung vergeht, so singt Alicia Keys weiter, dann erbitte sie Schutz vor ihren Ängsten, bitte um Beistand. Und mehrfach wiederholt sie, dass sie immerzu gebetet habe. Beim Überraschungskonzert in Berlin, in ihren Songs und ihren Moderationen macht Alicia Keys deutlich, um was es ihr geht: Man lebt im Durchschnitt nicht einmal 30.000 Tage. Wie kann man diese Zeit sinnvoll verbringen? Das Leben ist zu kurz, um seine Zeit zu vertrödeln. Das sagt sie ihrem Publikum ungeschminkt – und das im doppelten Sinne des Wortes: Denn tatsächlich tritt sie ohne Schminke und ohne besonderes Bühnenoutfit auf – ihr Beitrag zum Kampf gegen Sexismus. Alicia Keys versteht sich als Teil eines großen Ganzen, Teil der Musik aus dem Ghetto, Teil von dem, was eben Gospel ist: Lob und Preis Gottes. Und Gospel enthält Hinweise, wie man sein Leben gestalten soll. Um irgendwann ewig zu leben – bei Gott. Dazu singt sie: Preist Gott! Oder auf Englisch: Hallelujah. Alicia Keys.

 

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