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I-Roy – Roy Samuel Read

I-Roy, bürgerlich Roy Samuel Read (1942-1999), gehört zu den zahlreichen Roots Reggae-Musikern Jamaikas, die sich in Leben und musikalischem Wirken streng dem Rastafarianismus verschrieben und den Reggae als “Jah-Music” ansahen, also als Medium für ihre religiös-politisch gefärbte Botschaft. Das “I” im Künstlernamen verweist darauf,

dass das “I in i”, das “Big I” im “Little I”, vereinfacht: auf das Göttliche im Menschen.Als “Daddy I-Roy”, “Dj I-Roy” und “Super I-Roy” erfolgen weitere Veröffentlichungen auf Jamaika, wobei “I-Roy” in unterschiedlichen Schreibweisen zu finden ist. Vorbild für den Künstlernamen ist der jamaikanische DJ U-Roy, der von I-Roy als seine musikalische Inspiration bezeichnet wurde. Wie in den 1970er Jahren üblich, veröffentlichte I-Roy ursprünglich auf dem jamaikanischen Label Trojan Records, was ihm die Möglichkeit zu Konzerten in Europa, vor allem in England eröffnete. Später erhielt er, wie viele andere Reggaemusiker auch, ein Vertragsangebot von Chris Blackwell für dessen Virgin Records-Label. I-Roy gilt als einer der Väter des Dancehall, verweigerte sich aber stets – anders als Bob Marley – einem für “westliche Ohren” angepassten Sound, so dass das der kommerzielle Erfolg bereits Ende der 1970er Jahre stark rückläufig war. Konsequent veröffentlichte I-Roy bei Virgin (ursprünglich) lediglich zwei LPs. Angeblich verarmte er gegen Ende seines Lebens und war sogar obdachlos. Ein Schicksalsschlag war die Ermordung seines Sohnes, als dieser inhaftiert war. Zwei Wochen danach erlag Roy Samuel Read einem Herzversagen.

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