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Queen – The Miracle

Ende der 1960er Jahre dümpelt die Band Smile nur noch vor sich hin. Mit den Kollegen von Wreckage spielt man zufällig im gleichen Londoner Club. Als die eine Zugabe geben, steigen zwei Musiker von Smile zu den Kollegen von Wreckage auf die Bühne. Kurze Zeit später lösen sich beide Bands auf. Aber zwei Musiker von Smile und der Sänger von Wreckage gründen eine neue Band. Die Besetzung: Schlagzeuger Roger Taylor, Gitarrist Brian May und Sänger Farrokh Bulsara.

Der nennt sich ab sofort Freddie Mercury. Als ein paar Monate später Bassist John Deacon das Quartett komplett macht, hat die Gruppe längst einen neuen Namen: Queen! Eine der erfolgreichsten Bandgeschichten aller Zeiten beginnt. – Zur rechten Zeit am rechten Ort – wer will, mag von göttlicher Fügung sprechen oder von Wunder. Dass die Band fest an Wunder glaubt, dokumentiert sie spätestens mit ihrem 13. Album. Das heißt schlicht „The Miracle“ – das Wunder. Im Titelsong heißt es:

„Zu jedem Tropfen Regen, der in der Sahara fällt, sagt man, das ist ein Wunder.
Gottes Schöpfung im Großen wie im Kleinen ist ein Wunder,
ebenso die Golden Gate Bridge und das Taj Mahal.
Kinder, durch künstliche Befruchtung von toten Müttern und Väter gezeugt – Wunder! Die Wunder dieser Welt gehen weiter: Die hängenden Gärten von Babylon,
Käpt’n Cook, der Mord von Kain an seinem Bruder Abel, Jimi Hendrix
und der Turmbau zu Babel – alles Wunder.“

Eine aufregende, verwirrende Aufzählung, die die Band da bringt. Wunder, die, so die Band, von Gott gemacht sind, aber auch Wunder von Menschenhand. Und schreckliche Negativwunder. Unvermittelt steht die Frage im Raum: Warum muss es trotz aller menschlicher Fähigkeiten immer wieder Unfrieden und Streit geben? Im Großen und im Kleinen? Oder wie Queen formulieren:

„Das eine Ding, auf das wir noch warten, ist Friede auf Erden und Schluss mit Krieg!“

Aber Queen wären nicht Queen, wenn der Song in Resignation enden würde.

„Die Zeit wird eines Tages kommen, und ihr werdet sehen, dass wir alle Brüder werden“, heißt es gegen Ende des Songs. – Worauf Queen ihre Hoffnungen, ja, fast schon ihre Gewissheit setzen, sagen sie nicht. Zumindest nicht am Ende des Songs. Aber mittendrin wird klar: Weil die Menschen ihre eigenen Probleme kaum in den Griff bekommen, kann das Wunder des ewigen Friedens nur von einem kommen: Von dem, der die Welt schon einmal geschaffen hat, nämlich Gott. Eine göttliche Neuschöpfung – das verheißt auch die Bibel für das Ende aller Zeiten. Eine Neuschöpfung, in der die größte Hoffnung erfüllt wird: ein dauerhafter Friede. So etwas wie ein endgültiges Wunder. Hier sind Queen und The Miracle.

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