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Weihnachten – eine erste Zwischenbilanz (25.Dezember)

Morgen kommt der Weihnachtsmann? Nein, das war gestern. Der ist schon wieder weg. Heute geht‘s schon an die Aufarbeitung, an eine erste Analyse, eine Zwischenbilanz. Wie Sie wollen. Spätestens beim Verwandtentreffen kommt es zum Vergleich der Stimmungsbarometer: Wie war eure Bescherung? Hat sich Jan über die Playstation gefreut? Unglaublich, dass ihr die noch ergattert habt. Überall ausverkauft und ihr habt sie? Vitamin B? Ah, so geht das.

Von Christmette bis Festessen

Christmette? Ja, sehr feierlich. Und gar nicht so übel zum zweiten Mal vom heimischen Sofa aus. Bequemer und wärmer als sonst die Jahre in den Kirchenbänken. Na gut, nicht bis zum Ende geguckt. Als die lange Predigt kam, einfach abgeschaltet. Dieses Mal mit der Fernbedienung, nicht wie sonst einfach nur im Kopf. Corona hat nicht nur Nachteile! Ach, und die Weihnachtsgans wäre mir fast angebrannt. Für Oma, nein, viel zu fett. Und das ewige Sitzen! Du, stell dir vor, im Nachbarhaus – da haben sie sich so was von an die Köpfe bekommen – und das an Weihnachten.

Hoffentlich anders

Hoffentlich sieht ihre erste Weihnachtsbilanz anders aus. Gern auch anders als in Stenkelfeld (s.o.). Für mich ist es nichts als traurig, wenn Menschen ausgerechnet an Weihnachten den „Weihnachtsblues“ bekommen, sich einsam und verlassen fühlen. Oder wenn sie an überzogenen Ansprüchen und Erwartungen scheitern und ihren Frust rauslassen. Hoffentlich haben Sie andere Erfahrungen gemacht, und können sagen: Das Weihnachtsfest hat bislang einen harmonischen Verlauf genommen, alle waren mit den Geschenken zufrieden und das Eigentliche von Weihnachten hat bisher im Mittelpunkt gestanden: Frieden auf Erden. Sie müssen ja gar nicht so weit gehen, in den Lobgesang frommer Menschen einzustimmen, müssen nicht sagen „Gott hat seinen Sohn in die Welt geschickt, um uns Menschen auf Dauer froh zu machen“.

Rückschläge vorprogrammiert

Trotzdem wäre es natürlich nicht schlecht, wenn sie abseits der theologischen Formel etwas dazu beitragen, dass mit Weihnachten eine Friedens- und Freudenzeit beginnt. Wenn Sie und ich nur wollen. Wenn wir uns als Menschen guten Willens zeigen. Wenn wir anderen Liebe, Zuneigung und Geborgenheit schenken. Und wenn wir gemeinsam den Rückschlägen trotzen, die es auf diesem Weg hin zu einem friedlichen Miteinander immer wieder gibt.
Schon morgen hören Sie, soweit Sie sich dafür interessieren, in den

katholischen Gottesdiensten das genaue Gegenteil von Frieden: Ein Text berichtet, dass jemand wie Sie und ich, ein gewisser Stephanus, umgebracht wird – nur weil er dieses Gefühl von Weihnachten weitergeben will, diese Botschaft: Frieden auf Erden allen Menschen guten Willens. Der erste, der wegen dieser Friedensbotschaft ermordet wird. Morgen schon!
Jeder Versuch hilft

Aber lassen Sie sich dadurch keine Angst machen. Heute ist sowieso heut! Mein Vorschlag: Halten Sie Weihnachten fest, geben Sie Weihnachten eine Chance! Lassen Sie Ihre Weihnachtsanalyse aussagen: Harmonie, Glück, Zufriedenheit für einen kurzen Moment im Jahr, wenigstens heute.
Und vielleicht strahlt so auch in den nächsten Tagen und Wochen Weihnachten ein kleines bisschen weiter. Das wäre ein atemberaubendes Ergebnis Ihrer persönlichen Weihnachtsbilanz: Wenn Sie am Ende des Jahres sagen könnten: Was den Frieden anbelangt – da ist fast jeden Tag Weihnachten. Wenigstens könnte das das Ziel sein. Auch wenn wir das eine oder andere Mal die Hürde reißen: Jeder Versuch hilft.

Momentaufnahmen, kurze Episoden in den Medien, flüchtige Eindrücke – und alles rauscht einfach vorbei? „Auch das noch“ zeigt die Skripte (leicht überarbeiteter) Rundfunkbeiträge aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk. Manche wurden sogar speziell für Heaven On Air geschrieben. Frei nach dem Motto: einfach mal einen Moment innehalten.

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