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Tears For Fears – Mad World

harmony.fm – ausgesprochen himmlisch. Zusammen mit den Kirchen in Hessen
Ich bin Tobias Stübing von der evangelischen Kirche, hallo. Im heutigen Hit from Heaven geht es um eine zerrüttete Kindheit. Und zwar in dem Song der Band Tears For Fears: „Mad World“.

Einspielung „Mad World”

Gezeichnet ist der Song von der kaputten Kindheit des Frontsängers Roland Orzabal. Er verarbeitet in dem Song seine Kindheit und Jugend. Da fühlte sich oft nicht gesehen und verstanden. Auch die Menschen um ihn herum hasten durch das Leben, ohne Ziele und mit ausdruckslosen Gesichtern – so empfindet er es. Bei Tears for Fears klingt das so:

„Überall um mich herum bekannte und verbrauchte Gesichter, abgenutzte Plätze. Sie gehen nirgendwo hin, kein Ausdruck darin, ich verstecke meinen Kopf und will meine Sorgen ertränken. Es ist eine verrückte Welt.“

Er wünscht sich:

„Wir müssen es hinkriegen, dass wir uns so wie Kinder am Geburtstag fühlen.“

Der traurige Songtext wird Anfang der 1980er zum Chart-Hit. Auch in der Gesellschaft ist es zu dieser Zeit

nicht leicht: höher, schneller, weiter und ständig mehr Leistung bringen. Das wird von Vielen vorausgesetzt und ist gewünscht: eine verrückte Welt, die die Menschen letztlich krank macht.

Auch heute ist der Druck nicht unbedingt weniger geworden. Um da raus zu kommen, ist es wichtig zu entschleunigen; sich nicht mit zu vielen Aufgaben zu beladen – und auch mal „Nein“ zu sagen.
Bei dem ganzen Stress und den Herausforderungen ist es für mich wichtig, etwas im Leben zu haben, was Halt gibt. Hoffnung zu haben, dass es besser wird und Gott mir hilft. „Mad World“ ist für mich ein Klagelied, das vielleicht sogar an Gott gerichtet ist. Denn in dieser verrückten Welt scheint es manchmal diesen Halt nicht zu geben.

Tobias Stübing, evangelische Kirchenredaktion.

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