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a-ha – #9 Dream

Über 36 Millionen verkaufte Alben und rund 15 Millionen Singles weltweit – zugegeben, bei einem Land, das als eines mit dem höchsten Lebensstandard der Welt gilt, wird das die Handelsbilanz nicht unbedingt veredeln. Aber wer hätte schon gedacht, dass von Norwegen die Rede ist? Genau daher stammen aber Magne Furuholmen, Morten Harket und Paul Waaktaar-Savoy. Falls Ihnen die Namen zu kompliziert klingen: Der Bandname a-ha tut´s schließlich auch. Allen Hits zum Trotz: 2006 coverten a-ha einen Song von John Lennon: #9 Dream. Darin heißt es:

“So lange schon her. War es in einem Traum, wirklich in einem Traum?
Ich weiß, ich weiß, es schien mir so unglaublich real zu sein.
Ich ging durch die Straße, an Bäumen vorbei, die zu flüstern schienen.
Irgendjemand rief meinen Namen, und es begann zu regnen.”

Eine surreale Geschichte, die durch den Refrain noch ein Stück unwirklicher wird:

“Ah! b´wakawa pouss?, pouss? Ah! b´wakawa pouss?, pouss?”

Übersetzen kann man diese Lautfolge nicht. Sie fiel John Lennon im Schlaf ein und hat keine nähere Bedeutung. Der Song schon: Er steht in einer Reihe mit dem legendären Imagine, in dem Lennon ebenfalls träumt: von einem Leben ohne Neid, Missgunst und natürlich ohne Krieg. Ach ja, und was den Titel angeht: Die Zahl “9” zog John Lennon schon immer magisch an: ein 9. Oktober ist sein Geburtstag, am einem 9. Februar der Durchbruch der Beatles den Durchbruch in den USA durch einen Auftritt in der Ed Sullivan Show; der Songtitel “Revolution # 9” kam also nicht von ungefähr. Und “#9 Dream” erreichte- welch Zufall – exakt Platz neun der US-Charts.

Noch besser aber: a-ha veröffentlichten den Song auf einem ganz besonderen Album: Instant Karma: The Amnesty International Campaign to Save Darfur – ein Sampler voller Coverversionen von John Lennon-Songs. Die Erlöse sollten rund 2 ½ Millionen Flüchtlingen vor dem Bürgerkrieg im afrikanischen Darfur wenigstens etwas Hilfe bringen. Eben genau die Art und Weise, wie Popmusiker das biblische „Liebe deinen Nächsten“ umsetzen. Notfalls eben mit einem skurrilen Traum, wie a-ha in John Lennons “#9 Dream”.

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