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Magic! – Rude

Manchmal merkt man sofort, wenn sich hinter einem Song eine wahre Geschichte verbirgt. Genau das ist bei einem Titel der Formation „Magic“ der Fall. In „Rude“ geht es um einen Jungen, der bei seinem potenziellen Schwiegerpapa um die Hand der Tochter anhält. Ein bisschen old-fashioned, aber formvollendet. Denn ihr alte Herr ist ein Mann der alten Schule. Also: besten Anzug an, den ganzen Mut zusammengenommen und dem Schwiegerpapa in spe die Aufwartung gemacht.

„‘Darf ich Ihre Tochter haben? Bis ans Ende meines Lebens?
Bitte sagen Sie ‚Ja‘, sagen Sie ‚Ja‘! Aber Sie antworten,
dass ich Ihren Segen bis zu meinem Tod nicht bekommen werde.
‚Pech gehabt, mein Freund – aber die Antwort lautet: ‚Nein!‘“

Was also jetzt? Die Frage, warum der alte Herr so grausam ist, wird im Song zwar gestellt.
Eine Antwort darauf aber gibt es nicht. Stattdessen eine Reihe klarer Bekenntnisse: Dass er weiß, ohne das Mädel nicht mehr leben zu können; dass er sie notfalls auch ohne den Segen des Vaters heiraten wird; und dass sie dann, Papas Segen hin oder her, eine Familie sein werden.

Das Wahre an diesem Song: Nasri hatte eine äußerst üble Auseinandersetzung mit seiner Freundin. Ganz schlechte Vibrationen, wie der später erklärte. Man ging unverschämt und grausam miteinander um – was die Band später zum vielsagenden Titel des Songs „Rude“ inspirierte. Warum auch immer: Am Ende ging Nasri dann trotzdem zum Vater seiner Freundin und hielt um die Hand der Tochter an. Und stieß auf Granit.
Dass „Rude“ in eingängigem Reggae-Pop daher kommt, täuscht über seinen schwierigen Inhalt hinweg. Denn letztlich geht es um das Gelingen und das Scheitern einer Beziehung, aber auch um die Ablösung vom Elternhaus. Oft genug sind Eltern weitsichtiger als ihre Kinder – oft genug können aber gerade Eltern nicht loslassen.
Wie man als Verliebter aus dieser Problematik herauskommt, zeigt zumindest der Videoclip zum Song: Denn darin kriegen sie sich am Ende doch! Und haben wenn schon nicht den Segen des Vaters, so doch den Segen Gottes. Magic und „Rude“.

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