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Status Quo – Backbone

1965 begegneten sie sich in einem typischen englischen Ferienpark für Arbeiter, dem Butlins Holyday Camp in Minehead: Francis Rossi, Alan Lancaster und Rick Parfitt. Zwei Jahre später bildeten sie das Rückgrat einer der dienstältesten Rockbands der Welt: Status Quo. Drei Gitarrengriffe, zwei Rhythmen und schon wieder ein Hit – so witzeln über Jahrzehnte die Musikkritiker dieser Welt.

Search of the fourth Chord

die Band voller Selbstironie ein Album „Search of the fourth Chord“ nennt – „Die Suche nach dem vierten Gitarrengriff“. Dabei handelte es sich um das 28. Studioalbum der Band. Mittlerweile scheint Album Nummer 34 in den Startlöchern zu sein – obwohl Rick Parfitt vor fünf Jahren starb und Alan Lancaster, schon lange nicht mehr in der Band, ihm vor kurzem folgte. Schon vor dem letzten Studioalbum „Backbone“ war sich Francis Rossi unsicher, ob er noch einmal die Kraft für ein neues Album haben werde. Bei uns in Deutschland wurde es das erfolgreichste Quo-Album aller Zeiten. Alle Zweifel beseitigt! Kräftigen Anteil daran hatte der Titelsong „Backbone“.

„Einmal wurde ich misshandelt. Ich wurde mir völlig selbst überlassen.
Mein Vertrauen war erschüttert. Ich war bis ins Mark getroffen.
Du musst Rückgrat haben, um dieses Leben zu meistern.
Wenn du es so leben möchtest, wie du es dir vorstellst, musst du Rückgrat haben.


Du musst jemand sein, von dem man weiß, mit wem man spricht.
Nicht die einfachen Wege wählen, sondern wenn es hart auf hart kommt,
dann ist es Zeit, sich zu wehren. Ich habe das probiert. Und es passt zu mir.“

Backbone: Wichtiges Album

Für Status Quo war „Backbone“ ein wichtiges Album: das erste ohne Rick Parfitt, eines, bei dem sich der neue Rhythmusgitarrist Richie Malone „warmspielen“ konnte, eines, das ein typisches Quo-Album ist, weil es alte Elemente aufnimmt, aber doch behutsam modernisiert und neue Wege eröffnet. Ein Album, bei dem die Band weiterhin versucht, Musik zu schreiben, die Spaß macht. Und die Jung und Alt in ihren Bann zieht. Und obwohl man den Songs von Status Quo oftmals eine inhaltliche Tiefe abspricht: Der Titelsong „Backbone“ hat sie allemal. Denn letztlich fordert der Song dazu auf, einen festen Standpunkt einzunehmen, Rückgrat zu zeigen.

Franz von Assisi

Einen festen Standpunkt haben, einen Halt, auf den man sich zurückziehen und verlassen kann, wenn es im Leben schwierig wird – für viele Menschen ist das der Glaube an Gott. Obwohl Francis Rossi heute von sich sagt, dass er eher anti-religiös eingestellt ist – vielleicht spielt seine eigene religiöse Sozialisation in seinen Songs eine größere Rolle, als er sich selbst eingestehen will. Denn Rossi wuchs in einer katholischen Familie auf, wurde katholisch erzogen und besuchte katholische Schulen. Sogar seinen Vornamen erhielt er bewusst aus Verehrung für den Heiligen Franz von Assisi. Übrigens einem Heiligen, der für seine Überzeugungen sogar den Bruch mit seinem Vater in Kauf nahm. Backbone, Rückgrat zu haben, bedeutet letztlich dasselbe: für das einzustehen, woran man glaubt. Status Quo und „Backbone“.

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