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Dylan, Bob – Highway 61

70 Jahre ist Bob Dylan jetzt geworden. Aber so richtig verstanden haben ihn und seine Lieder wohl nur wenige Menschen. Zum Beispiel der Song „Highway 61“ aus dem Jahr 1965. Da sagt Gott in der ersten Strophe zu Abraham: „Töte für mich deinen Sohn!“ Abraham wehrt sich natürlich. Aber dann fragt er: „Wo soll ich ihn denn töten?“ Und Gott antwortet: „Auf dem Highway 61.“ Auch sonst hat dieser Song es in sich. Jede Strophe beschreibt eine andere merkwürdige Szene. Highway 61 ist der Zufluchtsort eines Obdachlosen. Auf ihr werden kaputte Telefone entsorgt, oder jemand wirbt hier für den nächsten Weltkrieg. Ziemlich schwierig, das alles zu deuten. Aber was man auf jeden Fall sagen kann: Dylan nimmt in seinen Liedern die Welt nicht einfach so hin. Er beschönigt Nichts, sondern nennt die Missstände beim Namen, übertreibt sie und zeigt so, wie absurd wir uns oft verhalten. Etwa wenn manche Menschen so schnell mit dem Auto rasen, dass sie die Autobahn zum Altar machen und dabei in Kauf nehmen, dass auch Kinder zum Opfer werden.

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