Tag-Archiv fĂĽr "gesellschaftliche Verantwortung"
Je oller, desto doller: Warum Rentner im Altenheim rocken (5. November)
„Das Leben zeigt sich als unglaublich kalt. Ich hoffe, ich sterbe, bevor ich alt werde.“ Dieser Satz stammt nicht von mir, sondern so rebellierte im Jahr 1965 die Rockband The Who gegen ihre Elterngeneration und gegen soziale Kälte in der Gesellschaft. Etwas, womit sich die junge Generation nicht abfinden wollte. Und so nannten The Who …
Kennedy, Dermot – Better Days
Wenn Fans sich streiten, ob Dermot Kennedy wirklich so klingt wie Rag ’n’ Bone Man und Welshly Arms, nur ein bisschen emotionaler, dürften sie mehr als „Outnumbered“ und „Power Over Me“ im Kopf haben. Aber das sind nun einmal die Songs, die den Mann aus einem Vorort von Dublin auch bei uns groß gemacht haben.
Herabsetzung des Wahlalters? Zweifelhafter Vorstoß der Ampelkoalitionäre (30. Oktober)
Die 18, 19 und 20jährigen Freunde feierten Partys, jubelten und hatten das Gefühl, die Welt habe sich verändert: Endlich volljährig! Was mittlerweile nichts Ungewöhnliches ist, nahm im Frühjahr 1974 seine parlamentarische Hürde: Der Bundestag beschloss, die Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre abzusenken. Zu lange hatten Aktivisten immer wieder erinnert: zum Schießen auf Menschen
Mit dem Fahrrad über die Autobahn – wenig Öl und die Folgen (28. Oktober)
Ich weiĂź noch genau, dass es ein Sonntag war. Vergessen habe ich, ob es kalt war. Uns war warm, schon vor Aufregung. Und vor Anstrengung: mit dem Fahrrad ĂĽber die Autobahn. So schnell es ging. Vollgas, linke Spur. Kilometerweit. Und natĂĽrlich wieder zurĂĽck. Wieder ĂĽber die Autobahn! Sicher, das war verboten. Aber das Autofahren auch. …
Festival im UK – Wie Corona und der Brexit Reisegewohnheiten verändern (27. Oktober)
Ein bisschen wehmĂĽtig bin ich schon, wenn ich daran denke. Aber in diesem Jahr wird es nichts. In diesem Jahr werde ich nicht ins UK fliegen. Corona lässt mich zu Hause bleiben. Wie schon im letzten Jahr. Seit 2009 gibt es in Nordosten Englands, in Skegness, jedes Jahr Ende November, Anfang Dezember das groĂźe British …
Eisschmelze, Entdeckerdrang und Profit – Roald Amundsen vs. Klimawandel (19. Oktober)
Am Stichwort „Klimawandel“ kommt man in diesen Tagen einfach nicht vorbei. Und wer den Blick auf das Abschmelzen des Polareises wirft, kommt zu dem Ergebnis: Irgendwie scheint die ganze Nummer nicht mehr aufzuhalten zu sein. Geschweige denn umkehrbar. Wobei ich gestehen muss: Das, was man da immer so hört, ist wahnsinnig abstrakt. Ja, das Eis …
Alter Hut, neue Gefahr – Tiere als Krankheitsüberträger. Über die Grenzen der Tierliebe (14. Oktober)
Schon meine Oma hat das gewusst: Tiere gehören in den Stall. Oder in die freie Wildbahn. Für Katzen als Bettwärmer oder Schoßhündchen hatte sie nie etwas übrig. Bei Tierfreunden würde meine Oma einen harten Stand haben. Die Tierfreunde bei ihr aber auch! „Wasch dir die Finger, wenn du den Hund gestreichelt hast!“ Mir tönt das
Am Bahnsteig. Zugverspätung mit Momentaufnahmen (13. Oktober)
Ich stehe am Bahnhof und warte auf meinen Zug. Wartende um mich herum. Sie wollen verreisen, Ankommende vom Zug abholen, andere schlagen die Zeit tot, haben keinen anderen Platz, an dem sie bleiben können. Eine Durchsage: Der erwartete Zug hat 50 Minuten Verspätung. Enttäuschung auf den Gesichtern, die widerspiegelt, wie es innendrin aussieht.
Über 60 Jahre kein Wort gesprochen – sich verlieren, sich selbst begegnen (11. Oktober)
Tommy Albert war bereits 105 Jahre alt, als auch in unseren Medien ein Zeitungsartikel über ihn erschien. In Preston lebte er, irgendwo im Nordwesten Englands. Auf die Frage, was ihn dieses nahezu biblische Alter erreichen ließ, gab der Mann keine Antwort. Nicht weil er dazu nichts hätte sagen können. Auch nicht, weil er
Comeback des Schneewittchensargs – der Messerschmitt Kabinenroller kommt wieder (7. Oktober)
Als Opa das erste Mal erzählte, dass er einen „Schneewittchensarg“ besessen habe, schauten wir Enkel ihn ungläubig an. In unseren Köpfen spukten die Bilder einer jungen und schönen, aber leider toten Prinzessin, aufgebahrt in einem gläsernen Sarg. Und dabei so friedlich, dass es aussah, als ob sie schliefe. Opa löste unser Staunen schnell auf: Schneewittchensarg …