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Unheilig – Geboren, um zu leben

Bis zum letzten Sommer war Herbert Grönemeyers Album „Ö“ der Longplayer, der am längsten auf Platz eins der Media-Control-Album-Charts stand. Abgelöst wurde es durch das siebte Studioalbum eines gelernten Hörgeräteakustikers und ehemaligen Zeitsoldaten mit den treudeutschen Vornamen Bernd Heinrich. Auch der Nachname ist ziemlich deutsch, nämlich Graf. Und dieser Nachname wird zum Künstlernamen des Mannes, der sich schlicht „Der Graf“ nennt – und mit seiner Band Unheilig von einem Erfolg zum nächsten eilt.
Ein ganz besonderer Song ist der Titel „Geboren um zu leben“. Inspiriert zu diesem Song wurde „Der Graf“ durch den Tod eines engen Freundes, der ihn seinerzeit ziemlich hart traf.
„Ich sehe einen Sinn, seitdem du nicht mehr bist, denn du hast mir gezeigt, wie wertvoll mein Leben ist“, so eine der markanten Textzeilen. Was soviel bedeuten soll wie: Der Tod eines geliebten Menschen kann dazu beitragen, das eigene Leben plötzlich mit ganz anderen Augen zu sehen. Es nicht mehr zu vergeuden, sondern Sinn und Tiefe in ihm zu suchen. Eine Grundhaltung, die dem Grafen viele Rückmeldungen einbrachte. Denn viele Leute, die einen geliebten Menschen verloren hatten, konnten sich mit den Gedanken des Grafen identifizieren.
Geboren, um zu leben – das heißt mehr, als in seinem Leben nur von einem Event zum nächsten zu rasen; heißt mehr, als jeder Mode hinterher zu hecheln. Wirklich zu leben hat auch etwas mit einer Grundhaltung, mit einer Ausrichtung auf höhere Werte zu tun. „Gott ist bei mir“, erzählte Der Graf unlängst in einem Interview. In einem stillen Gespräch bitte er vor einem Auftritt Gott um die Kraft, seine Angst und Nervosität zu bewältigen. Und dann gehe er auf die Bühne und habe die nötige Kraft. Er sei zwar kein Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung, habe aber auch mit keiner Religion ein Problem. Das Wichtigste aber: Wie er richtig zu beten habe, das sage ihm sein Herz.
Das stille Gespräch mit Gott – dazu bedarf es in der Tat keiner festen Gebete. Die können zwar hilfreich sein – aber Gedanken, die aus dem Herzen kommen, finden auch lautlos ihren Weg zu Gott. Sagt übrigens nicht nur Der Graf!
Hier ist er mit seiner Band Unheilig und Geboren um zu leben.

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