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Springsteen, Bruce – Glory Days

Der fünfte November war ein großer Tag – nicht nur für Amerika, sondern auch für Bruce Springsteen. Denn seit Jahren hat der die Demokraten unterstützt, die Partei des neuen US-Präsidenten Barak Obama. In seinen Songs beschreibt “der Boss” immer wieder das Leben kleiner Leute – Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Immer wieder appelliert Springsteen an den Traum von einem Amerika, das früher einmal als Wiege der Demokratie galt, als Insel der Gerechtigkeit:

“Glorreiche Tage, sie ziehen an dir vorbei, glorreiche Tage, so schnell wie das Augenzwinkern eines jungen Mädchens, glorreiche Tage.”

Glory Days heißt der Song. Und an glorreiche Tage lässt Springsteen auch die Menschen zurückdenken, die er in seinen Songs beschreibt. So auch ein Mädchen, dass in seiner Nähe gewohnt hat und damals allen Jungs den Kopf verdreht hat.

“Manchmal halte ich freitags an und trinke mit ihr ein wenig,
nachdem sie ihre Kinder ins Bett gebracht hat.
Sie und ihr Mann Bobby haben sich getrennt, schätzungsweise vor zwei Jahren.
Wir sitzen nur da, reden über die alten Zeiten. Sie sagt, wenn ihr zum Heulen ist,
fängt sie an zu lachen und denkt an glorreiche Tage…”

Gut möglich, dass die glorreichen Tage für Amerika wieder zurückkommen. Für Springsteen ist Gott die Quelle der Hoffnung. Als frommer Katholik ging er nach den Anschlägen an jenem 11. September erst einmal in eine Kirche. Überall in Amerika lebt das Christliche: Auf den Dollarnoten steht das berühmte “In God we trust” – “wir vertrauen auf Gott”. Und die Präsidenten schwören noch immer auf die Bibel, ihr “so wahr mir Gott helfe” ist durchaus ernst gemeint.

Die Arbeiter, die sozial Schwachen, die Underdogs der Gesellschaft – sie hat Bruce Springsteen immer im Blick. Wie Jesus wendet er sich ihnen zu, macht sich zu ihrem Sprachrohr, macht auf ihre Probleme aufmerksam, um die Gesellschaft zum Guten zu verändern. Christliche Nächstenliebe ist das oberste Gebot. Genau das erhoffen die Armen und Schwachen von ihrem neuen Präsidenten. Denn der wurde nach seinem Jurastudium erst einmal Sozialarbeiter, kennt die Sorgen und Nöte der Menschen nur zu gut. Genau deshalb hoffen die Armen und Schwachen in der us-amerikanischen Gesellschaft, dass sie wiederkommen: die Glory Days, die Bruce Springsteen schon in seinem Song besingt.

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