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Rea, Chris – Road To Hell pt.2

Als er Mitte der siebziger Jahre mit seinen leisen Tönen schwergewichtig auf die Musikszene prallte, hatte er nur eine Handvoll Fans. Doch mittlerweile gilt er als einer der besten Slide-Gitarristen der Welt: Chris Rea. Halb Ire, halb Italiener ist der Mann mit der sanften Stimme. Eine Mischung, die ihn früh mit Kirche und Religion zusammen brachte. Etwa 15 Stunden in der Woche etwas über Engel und das liebe Jesulein zu hören – das prägt. Und deshalb gibt es in seinem Repertoire eine Reihe von Songs, die religiöse Themen ansprechen. Was ist, wenn Eltern ihrem Kind etwas von Gott und Himmel erzählen, aber selbst nicht daran glauben? Eine Frage, die Rea in dem Song „Tell Me There´s A Heaven“ aufgegriffen hat. Und vermutlich ist er der einzige Musiker, der schon mal ein Gespräch zwischen Gott Vater und seinem Sohn Jesus vertont hat („When The Good Lord Talks To Jesus”). Und auch die andere Seite kommt zu Wort, die Hölle. In seinem Song „Road To Hell“ heißt es:

Ich stehe am Fluss, aber das Wasser fließt nicht. Es quillt durch jede Art Gift,
die du dir denken kannst. Ich stehe unter Straßenlaternen,
aber das Licht der Freude ist verängstigt unten im Schatten.
Und die pervertierte Angst vor Gewalt erstickt das Lächeln in jedem Gesicht.
Der gesunde Menschenverstand lässt die Alarmglocken schrillen.
Das hier ist kein technologischer Zusammenbruch, nein, das ist der Weg zur Hölle.

Ein schreckliches Umweltszenario zeichnet Chris Rea in Road To Hell. Aber es geht um noch mehr: Es geht um ein grundsätzliches Umdenken, darum, andere Wege gehen, sich zu besinnen. Chris Rea weiß, wovon er redet. Der Mann hat eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung überstanden, ist dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Seitdem geht er anders mit seinem Leben um. Vorsichtiger, nachdenklicher, weiß aber auch, dass er nichts zu verlieren hat. Vielleicht passt dieser Song deshalb auch so gut zur Fastenzeit, die ab Aschermittwoch beginnt. Auch da geht es ums Umdenken, darum, sein Leben zu überdenken, Beziehungen in Ordnung zu bringen. Beziehungen zu anderen Menschen, aber auch zu Gott. Wer´s nicht tut – der ist laut Chris Rea nicht mehr allzu weit vom Abgrund entfernt. Denn der ist schon auf der Straße direkt in die Hölle. Chris Rea und Road To Hell.

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