Kategorie-Archiv für "Classic Rock Radio"
BAP – Zehnter Juni
„Das auszudrücken, was mir durch den Kopf ging, als wir am 10. Juni auf der Bonner Rheinaue auf der Bühne standen und mit den Zweckbauten des Regierungsviertels im Blickfeld unsere Stücke spielten, war gar nicht so einfach.“ So schreibt BAP-Frontmann Niedecken im Vorwort zum Song „10. Juni“ vor dreißig Jahren im Booklet der LP „vun drinne noh drusse“. Und das mit Recht:
Bon Jovi – Livin‘ On A Prayer
„Es war einmal vor noch gar nicht so langer Zeit: Tommy arbeitete auf den Docks, die Gewerkschaft begann zu streiken. Er wurde arbeitslos. Das ist so unglaublich hart! Gina arbeitet den ganzen Tag in einem Imbiss, arbeitet für ihren Mann. Sie bringe ihren Lohn mit nach Hause. Aus lauter Liebe.“
Osbourne, Ozzy – Mama, I’m Coming Home
Was ist nicht über Ozzy Osbourne schon alles geschrieben worden! Dass er als Klempner und Leichenwäscher arbeitete? Geschenkt. Dass er wegen verschiedener Diebstähle im Knast landete, wo er sich seinen Spitznamen „Ozzy“ auf die Finge tätowierte? Ja doch! Und dass er auf der Bühne einer Fledermaus den Kopf abgebissen hat? Noch mal ja! Allerdings
Pop, Iggy – Brick By Brick
Die einen sagen so, die anderen so. Denn ab wann man zu den ganz Großen im Rockzirkus gehört, ist nicht leicht zu beantworten. Eine Antwort: wenn man in 28 Filmen vorkommt! Eine andere: Wenn man 20 Longplayer gemacht hat. Dritte Antwort: Wenn die Werbung einen deiner Songs nimmt. Vierte Antwort: Wenn du als Godfather einer Musikrichtung bezeichnet wirst. Letzte Antwort: Wenn du beim Kampf gegen Alkohol und Drogen zwar ein paar bleibende Kratzer abbekommen hast, aber immer noch lebst. – Wenn man bis jetzt genau fünfmal „Hier“ gerufen hat,
Whitesnake – Saints An‘ Sinners
Als David Coverdale 1973 bei Deep Purple den legendären Shouter Ian Gillian ersetzen soll, reiben sich die Fans verstört die Augen. David who? Da soll tatsächlich jemand Nachfolger eines der besten Rocksängers aller Zeiten werden, der noch nie in einer Profiband gesungen hat?
Lynyrd Skynyrd – Gimme Three Steps
Wenn die New York Times Recht hat, dann ist Leonard Skinner der berühmteste Sportlehrer der Popkultur. Denn der hatte ein paar Schulfreunde um Ronnie van Zandt wegen Verstößen gegen die Kleiderordnung der Schule inklusive Haarschnitt kräftig lang gemacht. Als die Jungs die Schule hinter sich ließen, revanchierten sie sich: Um keinen Ärger zu bekommen, änderten sie ein wenig die Schreibweise des Lehrernamens – und fertig war der verrückteste Bandname der Rockgeschichte: Lynyrd Skynyrd.
Free – Alright Now
„Alles wird gut“ – Rund 2000 mal sagte eine seinerzeit bekannte Fernsehmoderatorin diesen Satz zum Abschluss ihrer Sendung. Wer die besagte Dame war, ist längst entfallen. Eingeprägt haben sich die drei Worte: Alles wird gut. Denn sie vermitteln eine tiefe, warme Grundhaltung gegenüber dem Leben, wie die Moderatorin später im Web ausrichten ließ.
Ferry, Bryan – A Hard Rain´s A Gonna Fall
Was für eine Karriere! Als Sohn eines Bergmannes wird Bryan Ferry 1945 geboren. Die Eltern ermöglichen ihm ein Kunststudium, Bryan jobbt als Kraftfahrer und Restaurator und heuert schließlich als Kunstlehrer an einer Mädchenschule an. Aber eigentlich will er immer nur eins: Musik machen. Als er 1971 mit Freunden und Bekannten eine Band gründet, wird der Traum Wirklichkeit. Bryan Ferry ist Sänger der exzentrischen Artrock-Formation Roxy Music und avanciert zum coolen Dandy.
May, Brian – Resurrection
Er ist Ehrendoktor der Liverpooler John Moores Universität, hat einen Doktortitel in Astrophysik, ist Buchautor, Sänger und Komponist. Aber selbst für eingefleischte Fans wird Brian May wohl immer „nur“ der Gitarrist von Queen bleiben. Daran ändern auch seine sechs CDs, die er jenseits von Queen aufnahm, nichts. Eine davon, die CD Resurrection, steckt voller Kuriositäten. Das beginnt schon damit,
Def Leppard – Have You Ever Needed Someone So Bad
Manchmal gibt es Situationen, da steckst du bis zum Hals in… na ja, da geht es dir eben richtig dreckig. Gut, wenn du dann jemanden hast, auf den du vertrauen kannst. Einen, der zu dir steht, dich wieder aufrichtet und bei der Stange bleibt. Einer, der das glatt unterschreiben würde, ist Rick Allen. Der stieg 1978 als Schlagzeuger bei Def Leppard ein – einer Band, die in ihrer Heimat eine von vielen ist. Aber in Amiland gehören die Briten ziemlich schnell zu den angesagtesten Acts. Dann die Silvesternacht 1984: