Kategorie-Archiv für "Classic Rock Radio"
Cooper, Alice – Elected
„Wenn ich gewählt werde, verspreche ich eine neue Partei.
Eine dritte Partei, eine Partei der Wilden.
Ich bin euer eingebildeter Nordstaaten-Tölpel in seinem Rolls Royce.
Kinder brauchen einen Heiland, kein Fake. Deshalb wählt mich!“
Auch wenn es so aussieht, als passe der Song zu den aktuellen Wahlen in den USA – Gruselrocker Alice Cooper hat ihn schon vor fast 40 Jahren auf den Markt gebracht. In seinem Song nimmt er den Wahlkampf der us-amerikanischen Präsidentschaftsbewerber auf den Arm, geißelt ihn als Polit-Farce.
Clapton, Eric – Change The World
Zugegeben: Manchmal kommen Journalisten schon ab abartige Ideen. So jener Kollege, der anlässlich eines neuen Albums von Eric Clapton einmal behauptete: Clapton könne nur dann gute Songs schreiben, wenn er gerade mal wieder einen Schicksalsschlag erlitten habe. Und davon sei beim rezensierten Album leider nichts zu merken. Über den Namen desjenigen, der solchen Blödsinn verzapfte, sei der Mantel der Barmherzigkeit gedeckt. Viel schöner ist das Post eines Bloggers, der meinte: „Selbst wenn Clapton ein Liebeslied schreibt, kann das schon mal religiöse Dimensionen bekommen.“
Creedence Clearwater Revival – Who’ll Stop The Rain
Woodstock 1969: Stundenlang reget es beim ersten wirklich großen Festival of Music, Love and Peace, wie es später verklärend genannt wird. Das Festivalgelände gleich einer Schlammwüste, die Festivalbesucher initiieren das legendäre Schlamm-Wettrutschen. Erst nachts um drei hört der Regen auf. Da kommen Creedence Clearwater Revival auf die Bühne. Kein Soundcheck, totmüde Musiker und Fans –
Everybody NeedsBlues Brothers – Everybody Needs Somebody
Die Story ist grandious: Das Waisenhaus, indem Jake und sein Bruder Elwood aufgewachsen sind, soll wegen Geldmangels geschlossen werden. Kurzerhand bietet Jake kurzerhand an, die fehlenden Penunsen zu „besorgen“. Doch die Ordensfrau, die das Heim leitet, ist entsetzt. Jake kommt nämlich geradewegs aus dem Knast, und die Heimleiterin ahnt, wie er an das Geld kommen will.
Housemartins – Caravan of Love
Dass eine CD nach einem Fußballergebnis benannt wird, dürfte Seltenheitswert haben. Wenn dieses Ergebnis dann noch fingiert ist, ist das einmalig. „London 0 Hull 4“ nannten die Housemartins einen ihrer zwei Longplayer. Und das um auszudrücken: Wir hier in der Provinz, in Hull, sind den Großkopferten Hauptstädtern aus London weit überlegen. Zumindest in Sachen Humor, ganz sicher in Sachen Lokalpatriotismus. Und auch in Sachen „typisch englischer Schrulligkeit“.
U2 – Where The Streets Have No Name
So entstehen die Geschichten, die der Rockfan hören will: Der Produzent ist frustriert, ordnet an, alle bisherigen Aufnahmen zu löschen. Weil aber der Co-Produzent eben ein Band nicht löscht, bekommt der Song sofort etwas Geheimnisvolles. Zumindest, als die Sache auffliegt. Geschehen ist dies bei U2s Aufnahmen zu „Where The Streets Have No Name“.
Bachman-Turner Overdrive – Roll On Down The Highway
Das renommierte Musikmagazin Rolling Stone textete einmal: „Das Bemerkenswerteste an ihren Stücken ist der Sound, nicht der Sinn.“ Womit zwar nicht unbedingt gesagt ist, dass Songs der Schwerarbeiter-Rocker Bachman-Turner Overdrive dumm und einfältig sind. Aber dass die Texte nun wirklich nicht durch besonderen Tiefgang glänzen, kann man den vier Kanadiern allemal attestieren. Die zum Teilen rauen Gitarrenriffs,
Pretenders, The – Back On The Chain Gang
Was für eine süße Liebeserkärung! SIE himmelt IHN an, ER schmuggelt IHR irgendwie sein Foto in IHRE Geldbörse. Und als SIE das nächste Mal ein paar Geldstücke aus dem Portemonnaie herausholt, lacht sie ihr Geliebter vom Foto an. Keine erfundene Geschichte, sondern eine kleine Episode aus der Lovestory von Pretenders-Chefin Chrissie Hynde mit Kinks-Boss Ray Davies. Eine Geschichte, die schon abenteuerlich anfängt:
Osbourne, Ozzy & Kelly
Ja, ja, ja, er ist der selbsternannte Price of Darkness, ein Beiname, der irgendwo in Richtung Teufel geht. Und für manche ist Ozzy Osbourne tatsächlich so etwas wie die Ausgeburt des Teufels, vielleicht sogar der Satan höchstpersönlich, eben in Menschengestalt. Und auch in seinen Texten dreht sich immer wieder alles um den Untergang der Welt, um die Macht, die Satan von der Welt ergreift – kurzum: um das Böse in der Welt, um Höllenfeuer und Endgericht.
Springsteen, Bruce – Rocky Ground
Weil er in den ersten Jahren seinen Musikern die Gage in bar auszahlte, ist er „The Boss“. Doch diesen Beinamen will Bruce Springsteen längst nicht mehr hören. Ist ja auch rund 40 Jahre her. Und die Zeiten ändern sich. Springsteen auch? Zum Glück nicht, möchte man rufen, zumindest dann, wenn man sein aktuelles Album „Wrecking Ball“ in den Blick nimmt. Entstanden ist das unter dem Eindruck der Bankenkrise von 2008. Damals ist Geld vernichtet worden. Geld, das die einfachen Leute gut hätten brauchen könnten. Nur: Wirklich zur Verantwortung gezogen wurde niemand. Typisch Springsteen, könnte man sagen: