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Wham – Last Christmas

Böse Zungen behaupten immer wieder, “Last Christmas” sei überhaupt kein Weihnachtslied. Sie verweisen darauf, dass dort nichts vom Stall in Bethelehem gesagt wird, dass im Song Maria, Joseph und Jesus überhaupt nicht vorkommen. Nichts von Weihnachtsgeschichte, nichts davon, dass Gottes Sohn Mensch geworden ist. Und nichts davon, dass uns mit dem Weihnachtsfest der Frieden auf der Welt versprochen wurde – wenn wir uns nur an die Spielregeln halten, statt aufeinander dreinzuschlagen.

Fans von Wham ist das alles völlig egal. Sie interessiert es nicht, dass George Michael bei der Erstveröffentlichung von “Last Christmas” ein nahezu Unbekannter war. Wichtig ist nur eines: Dieser Song ist so etwas wie die ultimative Weihnachtshymne, kommt Jahr für Jahr wieder und drängt immer neu in die Charts. So, wie sich das für eine Herz-Schmerz-Geschichte im seichten Popgewand eben gehört.

“Letztes Jahr Weihnachten gab ich dir mein Herz
und schon am nächsten Tag gabst du es weiter.
Dieses Jahr feierst du deine Tränen Ich gebe es zu jemandem ganz besonderen.
Ich halte meine Distanz, aber du fängst noch meine Augen
Ich sage dir, Baby, erkennst du mich noch, ja, es erstaunt mich nicht.
Frohe Weihnachtesgrüße habe ich dir mitgeteilt, und
Ich liebe dich und das habe ich ernst gemeint.
Jetzt weiß ich, was für ein Narr ich war,
und wenn du mich jetzt küßt, fühle ich mich wieder zum Narren gehalten.”

Hoffnungen, Liebe, enttäuschte Liebe, unehrliches Miteinander – das sind die Themen dieses Songs. Und damit sind sie irgendwie auch die Themen von Weihnachten: Hoffen auf jemanden, auf den es Sinn macht zu hoffen, der Liebe nicht enttäuscht und der es wirklich ehrlich mit mir meint. Wenn das alles am Rande einer seichten Popnummer mitschwingt, dann wird die Faszination dieses Dauerbrenners klar. Wham und Last Christmas.

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